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Continental AG berücksichtigt im dritten Quartal 2019 nicht zahlungswirksame Wertminderungen und Restrukturierungsrückstellungen

Im Rahmen ihres jährlichen Planungsprozesses wird die Continental AG im dritten Quartal 2019 Wertminderungen von rund 2,5 Milliarden Euro berücksichtigen. Wertminderungen resultieren im Wesentlichen aus der Annahme der aktuellen Geschäftsplanung, dass sich die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in den kommenden fünf Jahren (2020-2024) nicht wesentlich verbessern wird. Basierend auf dieser und anderen Annahmen sind Wertminderungen in den Divisionen Chassis & Safety, Interior und Powertrain in Höhe von 724 Millionen Euro, 1,537 Milliarden Euro, bzw. 244 Millionen Euro vorzunehmen. Der wesentliche Teil der jetzt zu mindernden Werte geht auf Akquisitionen vor 2008 zurück.

Darüber hinaus haben sich in den ersten neun Monaten 2019 Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 97 Millionen Euro ergeben, die im Rahmen des am 25. September 2019 angekündigten Strukturprogramms „Transformation 2019-2029“ angefallen sind. Weitere Restrukturierungsrückstellungen im Zusammenhang mit diesem Programm in derzeit noch nicht feststehender Höhe werden im vierten Quartal 2019 erwartet.

Die Wertminderungen und Restrukturierungsrückstellungen werden sich auf bestimmte Finanzkennzahlen wie das berichtete EBIT, das den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis, die Eigenkapitalquote und den Verschuldungsgrad (Gearing Ratio) auswirken. Insbesondere werden die Wertminderungen und Restrukturierungsrückstellungen zu einem negativen Wert des berichteten EBITs für das dritte Quartal 2019 führen. Gleiches gilt für das den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis für das dritte Quartal 2019 und für das Geschäftsjahr 2019. Continental erwartet durch diese Wertminderungen und Restrukturierungsrückstellungen jedoch keinen wesentlichen Einfluss auf den Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2019. 

Auf die wichtigsten, im Ausblick der Continental AG für 2019 verwendeten Finanzindikatoren werden die Wertminderungen und Restrukturierungsrückstellungen keinen Effekt haben. Dazu zählen vor allem die Angaben zu Umsatz, zum bereinigten EBIT und zum Free Cashflow vor Akquisitionen. Allerdings werden die genannten Faktoren zu einer Erhöhung der erwarteten negativen Sondereffekte auf mindestens 2,8 Milliarden Euro führen. Ohne Berücksichtigung der Auswirkungen der Wertminderungen würde die erwartete Steuerquote einschließlich Carve-out-Effekten weiterhin bei rund 27 % liegen. Alle anderen Elemente der vorherigen Prognose bleiben unverändert.

Des Weiteren zeigen vorläufige Eckdaten, dass die Ergebnisse des dritten Quartals 2019 den aktuellen Erwartungen der Analysten entsprechen. Der Konzernumsatz lag bei rund 11,1 Milliarden Euro und die bereinigte EBIT-Marge bei rund 5,6 %. Der Umsatz der Automotive Group erreichte rund 6,6 Milliarden Euro, mit einer bereinigten EBIT-Marge von rund 1,6 %. Darin sind Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von 187 Millionen Euro enthalten. Der Umsatz der Rubber Group lag bei rund 4,6 Milliarden Euro und die bereinigte EBIT-Marge bei rund 12,3 %. 

"Berichtetes EBIT“, "Gearing Ratio“, "bereinigtes EBIT", "Free Cash Flow", "Steuerquote" entsprechen den Definitionen im Geschäftsbericht 2018 auf Seite 36 und 37, der unter www.continental-ir.de abrufbar ist.