Industry 4.0 at Continental

Garantierter Klimaschutz bei Continental: zu 100 Prozent grüner Strom für die Produktion

  • Erstmals für 2020 testiert: Continental bezieht an Produktionsstandorten weltweit zu 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien
  • Direkte und indirekte eigene Emissionen sinken von 2019 auf 2020 um 70 Prozent
  • Klimastrategie erfüllt das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens
  • Mit globaler Technologie- und Innovationsoffensive intensiviert Continental weitere konzernweite Dekarbonisierung im Rahmen der Nachhaltigkeitsambitionen

Hannover, 24. März 2021. Ab dem Geschäftsjahr 2020 bezieht Continental den Strom für ihre Produktionsstandorte komplett aus erneuerbaren Energiequellen. Zu diesem klaren Testat kommt ein Gutachten („reasonable assurance“) der Wirtschaftsprüfer von KPMG. Durch den Einkauf von rund vier Millionen Megawattstunden (MWh) grüner Energie reduzierte Continental ihre eigenen direkten und indirekten weltweiten CO2-Emissionen um 70 Prozent von rund 3,2 Millionen Tonnen im Jahr 2019 auf 0,99 Millionen Tonnen 2020. Genutzt werden alle relevanten regenerativen Energiequellen wie Wasser, Sonne und Wind. „Nachhaltiges Geschäft ist Zukunftsgeschäft. Mit unseren ambitionierten Zielen gehen wir konsequent den Weg der Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft“, sagt Dr. Ariane Reinhart, die im Vorstand von Continental das Thema Nachhaltigkeit verantwortet. „Wir freuen uns sehr über die objektive Bewertung unserer Arbeit. Das Ergebnis der Prüfung bestätigt: Wir nehmen unsere Nachhaltigkeitsambitionen ernst und erfüllen unsere selbst gesteckten Ziele.“

Dr. Ariane Reinhart, Vorstand für Personal und Nachhaltigkeit bei Continental: „Wir gehen konsequent den Weg der Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft.“ © Continental AG

Klare Rückverfolgbarkeit des grünen Stroms bis zu jeder Quelle

Zum Erreichen der ambitionierten Nachhaltigkeitsziele legt Continental strenge Maßstäbe an. Damit Grün nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis Grün ist, setzt das Technologieunternehmen auf eigenerzeugte Energie, spezielle Grünstromlieferverträge (Power Purchase Agreements) sowie sogenannte Herkunftsnachweise (Energy Attribute Certificates, EACs). Diese bescheinigen, aus welchen Quellen und von welchem Ort der grüne Strom stammt. Nur in wenigen Ausnahmefällen – etwa, weil vor Ort kein akzeptiertes Zertifikatsystem zur Verfügung steht, das den strengen Kriterien von Continental entspricht – wurden 2020 Herkunftsnachweise aus Ländern bezogen, die direkt mit dem Stromnetz des jeweiligen Landes, in dem der Strom verbraucht wird, verbunden sind. Falls es keine direkte Verbindung zwischen den Ländern gibt, kauft Continental Herkunftsnachweise aus dem nächstgelegenen Nachbarland. Sämtliche Herkunftsnachweise lassen sich nur einmal verwenden, weil sie direkt aus den jeweiligen Zertifikatsregistern gelöscht werden.

Bei den Qualitätsmerkmalen der Herkunftsnachweise orientiert sich Continental an den Kriterien der Initiative RE100, der das Unternehmen im Juni 2020 beigetreten ist. RE100 ist ein weltweiter Zusammenschluss von Konzernen, die sich zum Ziel gesetzt haben, zukünftig ausschließlich Grünstrom zu nutzen.

Ab dem Geschäftsjahr 2020 bezieht Continental den Strom für ihre Produktionsstandorte komplett aus erneuerbaren Energiequellen.

Wichtiges Etappenziel auf dem Weg zur unternehmensweiten Dekarbonisierung

Die konsequente Umstellung auf Grünstrom markiert die erste Etappe eines ambitionierten Innovations- und Technologiemarathons hin zur unternehmensweiten Dekarbonisierung im Rahmen der neuen Umweltstrategie. Die Dekarbonisierungsziele wurden vor Kurzem durch die unabhängige Initiative SBTi (Science Based Target initiative) als 1,5-Grad-Celsius-kompatibel zum Pariser Klimaabkommen gewürdigt. Bis 2040 will Continental ihre Prozesse an allen derzeit mehr als 500 Standorten durch massive Investitionen in die Energieeffizienz, eine Null-CO2-Technologie-Transformation und den Einsatz grünen Stroms CO2-neutral gestalten. Bis 2050 soll dann spätestens die gesamte Wertschöpfungskette klimaneutral sein. „Ich freue mich über das Engagement und die Motivation aller beteiligten Kolleginnen und Kollegen. Der Klimawandel ist eine der wichtigsten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Es geht um die Erhaltung der Lebensgrundlage von uns und nachfolgenden Generationen. Deshalb bin ich stolz, dass wir als Unternehmen unseren Beitrag dazu leisten“, sagt Thomas Sewald, Leiter Umwelt- und Klimaschutz bei Continental.

Thomas Sewald, Leiter Umwelt- und Klimaschutz bei Continental

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Emissionsfreie Mobilität und Klimaneutralität wachsen zusammen

Die Umstellung auf 100 Prozent Grünstrom markiert einen ersten wichtigen Schritt in Richtung Klimaneutralität, dem weitere folgen werden. Ende 2020 beschloss das Unternehmen das Programm „Carbon Neutral for Emission Free Vehicles“. Dahinter steckt die Vision, die emissionsfreie Mobilität erstmals komplett klimaneutral zu stellen. Bis dato – das zeigen auch die Ergebnisse der Ende vergangenen Jahres vorgestellten „Mobilitätsstudie 2020“ von Continental – gibt es gerade in Europa noch viel Skepsis gegenüber der Klimabilanz von E-Autos. Mit dem Programm „Carbon Neutral for Emission Free Vehicles“ wird Continental ab 2022 ihr gesamtes direktes weltweites Geschäft für emissionsfreie Autos, Busse, Züge und andere Fahrzeuge klimaneutral stellen. Das Programm umfasst sowohl die eigene Produktion als auch ganz bewusst ihre Vorstufen und die Verwertung zum Nutzungsende. Damit unterstützt das Technologieunternehmen die Industrie dabei, emissionsfreie Mobilität vollständig klimaneutral zu ermöglichen.