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Continental investiert am Standort Dannenberg in neue Prozesstechnologie für die Antriebsriemenproduktion

  • Investitionen von rund 1,6 Millionen Euro in Produktion von Industrieantriebsriemen für Windkraftanlagen und Hochregallagersysteme
  • Steigende Nachfrage führt zu einer höheren Produktionsauslastung und damit zu einem wachsenden Bedarf an Arbeitskräften
  • Fertigungsrelevante und qualitätssichernde Prozesse werden gestärkt

Dannenberg, 8. Februar 2021. Das Technologieunternehmen Continental investiert an seinem Produktionsstandort Dannenberg rund 1,6 Millionen Euro in die Fertigung von Antriebsriemen für Industrieanwendungen. Auch die Infrastruktur von Produktionsprozessen in dem niedersächsischen Werk wird gestärkt. Hintergrund ist zum einen der steigende Bedarf für Antriebsriemen in Windkraftanlagen zur Erzeugung alternativer, umweltfreundlicher Energie. Zum anderen wächst mit dem Onlinehandel auch der Bedarf an Hochregallagern und Lagerbediengeräten sowie Transportmitteln in der Intralogistikbranche.

Die Riemen von Continental sorgen dafür, dass sich die Rotorblätter ohne den Einsatz von Getrieben und Hydraulik verstellen lassen.

Erweiterung des Produktionsprozesses für wetterbeständige Antriebsriemen

Ein Teil der Investition fließt in die Herstellung neu entwickelter Antriebsriemen für Windkraftanlagen. Im niedersächsischen Dannenberg produziert Continental für den chinesischen Windkraftanlagenhersteller Xinjiang Goldwind Science and Technology. Dieser setzt für die Verstellung der Rotorblätter auf einen Antrieb ohne Getriebe und Hydraulik. Im Inneren der dafür eingesetzten Antriebsriemen sind verzinkte Stahlcorde verarbeitet, die wiederum mit Polyurethan, das als besonders abriebfest gilt, ummantelt werden.

„Die Investitionen dienen der Erweiterung des Produktionsprozesses, um den Riemen noch besser an die klimatischen Bedingungen anpassen zu können, in denen er zum Einsatz kommt“, erklärt Rolf Marwede, der bei Continental in Danneberg den Bereich für Industrieantriebsriemen leitet. Denn die Windkraftanlagen werden unter anderem in feuchtwarmen Gebieten installiert. Diese Wetterbedingungen begünstigen Korrosionsbildung, in deren Folge es zu einem erhöhten Produktverschleiß kommen kann. Um den Antriebsriemen vor diesen Wettereinflüssen besser zu schützen, wird er künftig beidseitig mit einer Schutzschicht ummantelt. Entwickler und Techniker aus Dannenberg haben diesen neuen Prozessschritt konzipiert. Dafür wird der Herstellungsprozess entsprechend erweitert.

Zunehmende Waren- und Güterströme sowie automatisierte fahrerlose Transporteinheiten in der Intralogistik sorgen für einen erhöhten Bedarf an Antriebsriemen.

Optimierte Prozessfähigkeit für Meterware

Des Weiteren tragen die finanziellen Aufwendungen auch den gestiegenen Qualitätsanforderungen des Marktes für Materialtransport und Intralogisitk Rechnung. Investiert wird in qualitätssichernde und prozessüberwachende Maßnahmen, wodurch potenziell fehlerhafte Riemen frühzeitig erkannt beziehungsweise aussortiert werden können und so gar nicht erst zum Kunden gelangen. Darüber hinaus geht mit der verbesserten Prozessfähigkeit ein noch höheres Maß an Präzision im Produktionsprozess einher. Dies erhöht insgesamt die Effizienz.

„In Dannenberg produzieren wir außerdem Industrieantriebsriemen für den Materialtransport, zu dem unter anderem Fördertechniken oder Anlagen für den innerbetrieblichen Warentransport gehören. Die dafür vorgesehenen Antriebsriemen kommen beispielsweise in automatisierten Hochregallagersystemen zum Einsatz“, sagt Marwede. Dies ist eine Zukunftsbranche: Der wachsende Onlinehandel und die damit verbundenen zunehmenden Waren- und Güterströme sowie der Trend zu automatisierten fahrerlosen Transporteinheiten im Bereich der Intralogistik sorgen für einen erhöhten Bedarf an relevanten Komponenten wie Antriebsriemen. „Auch in Hochregallagern gilt: Mobilität ist das A und O. Waren bewegen sich ohne Antriebsriemen nicht“, ergänzt Marwede.

Am Continental-Standort im Landkreis Lüchow-Dannenberg führt die steigende Nachfrage für Antriebsriemen zu einer höheren Produktionsauslastung und damit verbunden zu einem wachsenden Bedarf an Arbeitskräften für das Fertigungsumfeld. „Wir spüren, dass sich die für uns relevanten Märkte nach den Produktionsunterbrechungen im Jahr 2020 schneller erholen als zunächst erwartet. Unsere Kunden melden zunehmend Bedarfe an, die sich in einem erhöhten Produktionsvolumen widerspiegeln. Um den zunehmenden Auftragseingängen gerecht zu werden, suchen wir Arbeitskräfte, die sich im technischen Arbeitsumfeld einbringen möchten“, fasst Marwede die aktuelle Situation zusammen.

Bewerbungen für die Antriebsriemenproduktion können online über das Continental-Jobportal oder direkt an die Personalabteilung des Werkes in Dannenberg gerichtet und postalisch oder beim Pförtner eingereicht werden.

Kontakt

Jochen Vennemann

Jochen Vennemann External Communications Manager ContiTech Telefon: +49 511 938-18024 E-Mail: