Pressemeldung
28. August 2017

Der Digitale Tachograph 3.0 von VDO: Schneller, heller und flexibler

  • Marktbeobachtung schlägt sich in vielen nutzerfreundlichen Optimierungen nieder
  • Mit der DTCO Configuration App können Flottenmanager einige Parameter selbst einrichten
  • Neues Negativdisplay selbst bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar
  • Schnelleres Fahrerkarten-Handling und schnellere Downloads
  • Der DTCO 3.0 kann ab September bestellt werden

Villingen-Schwenningen, im August 2017. Das Technologieunternehmen Continental präsentiert in diesen Tagen die neue Version seines millionenfach bewährten Digitalen Tachographen. Die Ingenieure von Continental am Standort Villingen im Schwarzwald haben das Design des Tachographen überarbeitet und die Bedienung noch einfacher gestaltet. Das Release der neuen Version, DTCO 3.0, haben die Experten genutzt, um auf sechs verschiedenen Feldern Verbesserungen vorzunehmen. So wurden das Display, die Leistungsfähigkeit – etwa im Kartenhandling – und die Flexibilität verbessert. Der DTCO 3.0 verbraucht weniger Strom als das Vorgängermodell DTCO 2.2. Die Fahrer profitieren von einer schnelleren Bearbeitung bei doppelter Besetzung im Fahrzeug. Zudem können sie zum Beispiel ihren manuellen Nachtrag bequem über ein mobiles Endgerät vornehmen. Das ist übersichtlicher, zeitgemäßer und senkt vor allem das Risiko von Fehleingaben. Diese Funktion, die auch der DTCO 2.2 schon ermöglichte, wurde weiter optimiert. Nicht nur Fahrer, auch Flottenmanager können künftig per App mit dem Tachographen kommunizieren: Die neue DTCO Configuration App ermöglicht es, einige Parameter selbst zu verändern, um Zeit zu sparen und die Funktionen stärker auf die eigenen Anforderungen auszurichten. Der DTCO 3.0 kann ab September 2017 bestellt werden, die Auslieferung erfolgt ab Oktober 2017.

„Die Eingabe und die Archivierung der Lenk- und Ruhezeiten ist eine Pflicht. Alle Beteiligten wollen hier alles richtig machen und zugleich möglichst wenig Zeit auf diese Aufgabe verwenden”, erklärt Dr. Lutz Scholten, Leiter des Geschäftsbereichs Tachographs, Telematics and Services bei Continental. „Wir konzentrieren uns darum ganz darauf, den Tachographen so bedienerfreundlich wie möglich zu machen. Damit entlasten wir die Fahrer und auch diejenigen, die als Führungskräfte für sie die Verantwortung tragen.”

Flottenmanager können Tachographen selbst konfigurieren

Flottenbetreiber erhalten mit dem neuen Tachographen nun die Möglichkeit, einige Betriebsparameter am VDO Counter selbst einzustellen, um diesen an die jeweilige Unternehmenstätigkeit anzupassen. Möglich wird das mit der neuen DTCO Configuration App. Mit ihr können Flottenmanager den DTCO 3.0 selbst einrichten und sparen so den Weg in die Werkstatt. Die Unternehmenskarte dient dabei als Identitätsnachweis. Nach erfolgreicher Authentifizierung verbindet sich die App über den VDO Smartlink mit dem DTCO. Jetzt können Nutzer die Funktionen anpassen – vom VDO Counter bis hin zur Ortszeit –, Vorwarnungen nach ihren individuellen Bedürfnissen einstellen oder Lizenzen eingeben. Auch der EU-Mitgliedstaat und das amtliche Kennzeichen können eingetragen werden. Praktisch: Die Seitenleiste der App bietet einen schnellen Überblick über die wichtigsten Einstellungen. Die DTCO Configuration App läuft auf Smartphones und Tablets mit Android- oder iOS-Betriebssystem.

Für viele Flottenmanager besonders interessant: Sie können definieren wie sich der Tachograph bei Zündung aus verhält. Der DTCO stellt dann – je nach Definition durch den Flottenmanager – automatisch und grundsätzlich immer entweder auf Pause, auf Arbeitszeit oder auf Verfügbarkeit. Hat man also zum Beispiel über die Configuration App ein Umschalten auf Pause eingestellt, muss der Fahrer am Rastplatz nicht länger aktiv auf Pause stellen, kann es also auch nicht vergessen und versehentlich seine Arbeitszeit weiterlaufen lassen.

Neben der Möglichkeit zur eigenständigen Konfiguration profitieren Flottenmanager beim neuen DTCO 3.0 zudem von der größeren Leistungsfähigkeit beim lokalen Datendownload. Die Entwickler von Continental konnten die Geschwindigkeit hier nahezu verdoppeln.

Plus an Übersichtlichkeit für den Fahrer

Fahrer können den DTCO 3.0 dank der überarbeiteten Benutzeroberfläche leichter und schneller bedienen. Das neue Negativdisplay ist selbst bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar, und die „Aufwach“-Funktion benachrichtigt den Fahrer zwei Minuten vor dem Ende einer 45-minütigen Pause, dass er in Kürze weiterfahren kann. Auch die Verwaltung der eingesteckten Karten wurde weiter verbessert.

Mit der VDO Driver App können Fahrer zudem einfach auf die Tachographen-Funktionen des DTCO 3.0 zugreifen. Die Nutzung der App erleichtert die manuelle Eingabe von Aktivitäten deutlich: Sämtliche Arbeits-, Bereitschafts- oder Ruhezeiten lassen sich vorkonfigurieren und werden direkt vom Smartphone unterstützt. Über den VDO Counter werden die Lenk- und Ruhezeiten auf dem Smartphone angezeigt. So profitieren die Anwender von beträchtlichen Zeit- und Kosteneinsparungen und einer größeren Übersichtlichkeit. Die App ist für Android- und iOS-Betriebssysteme kostenlos erhältlich.

Der letzte Schritt auf dem Weg zum intelligenten Tachographen

Der neue DTCO 3.0 ebnet den Weg für den sogenannten „intelligenten Tachographen“, der ab Juni 2019 bei neu angemeldeten Fahrzeugen Vorschrift sein wird. Mit der Technologie des DTCO 3.0 schafft VDO bereits heute viele Grundlagen für den intelligenten Tachographen, der 2019 als DTCO 4.0 auf den Markt kommen wird. Eine Umrüstpflicht wird es dabei nicht geben, ältere Tachographen-Modelle können weiter genutzt werden.

Tachographen von VDO: Geschichte und Innovation

Seit 2006 ist ein digitaler Tachograph bei allen neu angemeldeten Lkw mit einem Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen und bei allen Bussen mit mehr als 9 Sitzplätzen Pflicht (VO (EG) 1360/2002, Anhang 1B). Doch die Geschichte des Tachographen ist viel länger: Bereits seit fast 100 Jahren werden in Villingen im Schwarzwald Fahrtenschreiber gefertigt. Es begann in den 1920-er Jahren mit dem sogenannten Autographen. Seit 1951 gibt es Tachographen der Marke VDO, die heute noch am Standort Villingen hergestellt werden, inzwischen Teil des internationalen Technologieunternehmens Continental. Daher verfügt das Unternehmen über umfassende Erfahrung und Kompetenz, um stets rechtzeitig die Produkte anzubieten, die auf dem Markt benötigt werden.
„Heute ist der Digitale Tachograph mehr als nur ein Gerät zur Aufzeichnung von Fahrer- und Fahrzeugdaten“, erklärt Dr. Lutz Scholten. „Er ist das Telematik-Herzstück des Flottenmanagements. Damit ermöglicht er es auch kleineren und mittelgroßen Flotten, völlig neue Effizienzpotenziale zu heben.“

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