Pressemeldung
10. Oktober 2018

Continental demonstriert Durchbruch beim Augmented Reality Head-up-Display

  • Trotz ultrakompakter Geräteabmessungen ermöglicht die neue Wellenleitertechnologie (Waveguide) eine großflächige Augmentierung im Sehbereich des Fahrers
  • Der Übergang von Spiegeln zu innovativer Wellenleitertechnologie ermöglicht erstmals die AR-HUD-Integration in zahlreichen Fahrzeugcockpits
  • Mit einem vollfarbigen Waveguide HUD-Demonstrator zeigt Continental das Potential der ultrakompakten Bauweise

Babenhausen, 10. Oktober 2018. Das Technologieunternehmen Continental demonstriert erstmals ein automobiltaugliches, auf Wellenleitertechnologie basiertes Head-up-Display (HUD) als vollfarbigen Demonstrator. Entwickelt wurde der Demonstrator gemeinsam mit DigiLens Inc., einem der führenden Unternehmen in der Projektionstechnologie basierend auf holografischen Gitterstrukturen.

„Head-up-Displays und insbesondere solche mit großflächiger Augmentierung leisten eine ideale Unterstützung für den Fahrer. Durch unsere frühzeitige Investition in Wellenleitertechnologie gehen wir einen großen Schritt in Richtung ultrakompaktes AR-HUD, weil wir die höchste Hürde, nämlich das Volumen des Instruments, erfolgreich überwunden haben. Damit rückt eine Industrialisierung des AR-HUD im Fahrzeug in greifbare Nähe“, sagt Dr. Frank Rabe, Leiter der Continental-Geschäftseinheit Instrumentation & Driver HMI.

HUDs mit grafischen Einfügungen in der realen Verkehrsansicht (= Augmented Reality, AR) unterstützen den Fahrer intuitiv: Die Einbettung der Augmentierungen in die reale Ansicht lässt den Fahrer sofort erfassen, wo und warum seine Aufmerksamkeit gefordert ist. Virtuelle Navigationshinweise auf der Fahrbahn beispielsweise erleichtern das Fahren und erhöhen die Sicherheit. Beim automatisierten Fahren macht ein AR-HUD auf Wunsch transparent, was das Auto „sieht“ und „plant“. Weil es beim AR-HUD möglich sein muss, im gesamten Sichtbereich des Fahrers Augmentierungen zu erzeugen, führt die bisher übliche Verwendung von Spiegeln im Inneren des Gerätes zu einem AR-HUD-Gerätevolumen von rund 30 Litern – zu viel für die meisten Armaturentafeln.

Anders beim neuen Continental AR-HUD auf Basis eines flachen Wellenleiters: Hier erreicht Continental bei einem Anzeigebereich von 15° x 5° (entspricht 2,60m x 0,87m bei einer Projektionsdistanz von 10m) ultrakompakte Geräteabmessungen mit einem Volumen von nur noch 10 Litern. Dies ermöglicht den Einsatz in vielen Fahrzeugen.

Flache Wellenleiter statt Spiegeltechnologie

Bisher basierte auch die AR-HUD-Entwicklung noch auf der Spiegeltechnik, wie sie im Windschutzscheiben-HUD gute Dienste leistet. Was beim HUD gut funktioniert, ist jedoch keine Lösung für das AR-HUD, denn die Anzeige bei der konventionellen Lösung ist begrenzt.

Während ein konventionelles Windschutzscheiben-HUD heute nur noch ein Volumen von 3 bis 4 l hat, erzwingt die Spiegeltechnik im AR-HUD oft noch ein Volumen von rund 30 l, also nahezu das Zehnfache. „In den meisten Fahrzeugen steht dieser Raum einfach nicht zur Verfügung. Das war uns von Anfang an klar und deshalb wollten wir eine andere Lösung, um die Vorteile des AR-HUD für möglichst viele Fahrer zu erschließen“, sagt Dr. Pablo Richter, Principal Expert Optical Technologies bei Continental.

Aus dieser Motivation heraus hat Continental 2016 eine strategische Partnerschaft mit dem Wellenleiter-HUD Spezialisten DigiLens (Silicon Valley, USA) geschlossen und diese Beteiligung 2018 erhöht. Aus der gemeinsamen Entwicklung geht nun ein erster vollfarbiger Demonstrator hervor, der anstelle von Spiegeln drei übereinander gestapelte flache Wellenleiter für den RGB-Farbraum nutzt. „Die Lichtstrahlen des Beamers werden dabei von unten in den mehrschichtigen Wellenleiter eingekoppelt, innerhalb des Wellenleiters umgelenkt und schließlich nach oben hin ausgekoppelt, um über die Windschutzscheibe reflektiert das virtuelle Bild zu bilden“, erklärt Richter. „Eine der zahlreichen Herausforderungen lag darin, dass unser Entwicklungspartner bisher Lösungen beispielsweise für Helmvisiere von Piloten oder Motorradfahrern umgesetzt hat. Die vollflächige Anwendung für eine Windschutzscheibe hat aber eine ganz andere Dimension.“

Der aktuelle Demonstrator ermöglicht Anzeigen in einem Bereich von 2,60m x 0,87m bei einer Projektionsdistanz von 10m und löst das bisherige Größenproblem von AR-HUD. Im Zuge der fortlaufenden Entwicklung werden sukzessive die verbleibenden weiteren Anforderungen für den Fahrzeugeinsatz umgesetzt.

Verfügbare Dokumente

Cookie-Richtlinie

Wir verwenden Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzung unserer Website zu ermöglichen. Klicken Sie auf „Alle akzeptieren“, um alle Cookies zuzulassen, oder auf „Cookie-Einstellungen ändern“, um individuell zu entscheiden.

Hinweis: Soweit Sie der Nutzung von Performance cookies zustimmen, willigen Sie damit zugleich ein, dass beim Einsatz Ihre personenbezogenen Daten in unsichere Drittstaaten (wie bspw. die USA) übermittelt werden. Diese unsicheren Drittstaaten bieten kein mit EU Standards vergleichbares Datenschutzniveau. Im Falle bestimmter Drittanbieter, wie Google und Mouseflow werden auch keine sonstigen Garantien geboten, die dieses Defizit ausgleichen. Es besteht somit das Risiko, dass durch die Übermittlung staatliche Stellen auf Ihre personenbezogenen Daten zugreifen, ohne dass Ihnen hierzu effektive Rechtsschutzmöglichkeiten bestehen.

Weitere Informationen zu Performance cookies  und der Übermittlung in Drittstaaten finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Durch einen Klick auf die Schaltfläche „Alle akzeptieren“ erklären Sie sich damit ausdrücklich einverstanden. Die Einwilligung kann jederzeit durch Änderung der Cookie-Einstellungen widerrufen werden. Die Weiterverarbeitung bereits vor Widerruf erhobener Daten durch den Drittanbieter kann nicht ausgeschlossen werden.

Ein Cookie ist eine kleine Datendatei, die auf Ihrem Gerät gespeichert wird. Wir verwenden Cookies, um Basis- und Komfortfunktionen bereitzustellen, die Leistung der Website zu messen und das Benutzerverhalten auf der Website zu analysieren. 

Erforderliche Cookies sind immer aktiviert, da sie für den Betrieb der Website und zur Speicherung Ihrer Cookie-Einwilligung benötigt werden. Funktionale und Performance-Cookies sind optional. Alle optionalen Cookies sind standardmäßig deaktiviert.

Sie können Ihre Cookie-Einstellungen jederzeit ändern, indem Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen oder den Cache in Ihrem Browser löschen. 

Mehr anzeigen Weniger anzeigen
Zurück
Erforderliche Cookies Erforderlich

Diese Cookies sind erforderlich, um Ihnen grundlegende Website-Funktionen zur Verfügung zu stellen und eine zuverlässige und konsistente Bereitstellung zu gewährleisten.

Funktionale Cookies

Diese Cookies werden verwendet, um bestimmte Komfortfunktionen bereitzustellen.

Performance cookies

Diese Cookies werden verwendet, um die Leistung der Website zu messen und das Benutzerverhalten zu analysieren.