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      Pressemeldung
      02. März 2026

      Continental verzichtet weltweit auf Kohle und Schweröl als Energiequellen in Reifenproduktion

      • Seit Januar 2026 sind alle Reifenwerke von Continental auf alternative Energiequellen umgestellt, darunter Biomasse, Biogas und Strom aus erneuerbaren Quellen
      • Werke setzen zusätzlich auf effiziente Gaslösungen wie Flüssiggas (LPG) und Erdgas, um eine konstante Energieversorgung sicherzustellen
      • Prozessbedingte CO₂-Emissionen reduziert; operative Widerstandsfähigkeit der Werke erhöht
      • „Für uns gehören Kohle und Schweröl der Vergangenheit an. Die Zukunft gehört immer mehr den erneuerbaren Energien”, sagt Dr. Bernhard Trilken, Leiter Produktion und Logistik des Reifenbereichs von Continental

      Hannover, 2. März 2026. Continental hat einen wichtigen Meilenstein ihrer globalen Nachhaltigkeitsstrategie erreicht: Die Nutzung von Kohle und Schweröl wurde an allen Reifenproduktionsstätten vollständig eingestellt. Seit Januar 2026 verwenden alle Werke alternative Energiequellen, um den für die Reifenherstellung benötigten Dampf und die für Heizzwecke erforderliche Energie zu erzeugen. Dazu zählen Biomasse, Biogas, Strom aus erneuerbaren Quellen sowie andere konventionelle Energieträger wie Flüssiggas (LPG) und Erdgas, um eine konstante Energieversorgung sicherzustellen.

      „Für uns gehören Kohle und Schweröl der Vergangenheit an. Die Zukunft gehört immer mehr den erneuerbaren Energien“, sagt Dr. Bernhard Trilken, Leiter Produktion und Logistik des Reifenbereichs von Continental. „Durch den Einsatz eines intelligenten Energiemixes – zunehmend aus erneuerbaren Quellen und idealerweise direkt vor Ort erzeugt – machen wir unsere Fertigung unabhängiger und damit widerstandsfähiger.“

      Bis Anfang der 2020er-Jahre waren sieben der 19 Produktionsstätten von Continental weltweit noch auf Kohle und Schweröl zur Dampferzeugung angewiesen. Dieser Ansatz gewährleistete eine konstante Wärmeleistung und hohe Betriebssicherheit, auch in Regionen mit begrenzter Gas- oder Strominfrastruktur. Heute nutzen alle Reifenwerke von Continental einen breit gefächerten Mix aus alternativen Energiequellen. Dieser ist das Ergebnis systematischer und langfristiger Investitionen. 

      Bei der Reifenherstellung wird ein erheblicher Teil der Energie für Erhitzungsprozesse, wie etwa die Vulkanisation, benötigt. Dieser Vorgang verleiht dem Gummi seine elastischen Eigenschaften. Lange Zeit wurde der hierfür nötige Dampf aus fossilen Energieträgern erzeugt. Fortschrittliche elektrische Technologien ermöglichen heute neue, wesentlich flexiblere und energieeffizientere Gestaltungsmöglichkeiten dieses Prozesses. 

      Zudem kauft Continental seit 2020 ausschließlich Strom aus erneuerbaren Quellen ein und erweitert ihre Eigenerzeugung von erneuerbaren Energien kontinuierlich. Das Unternehmen hat 2025 die Treibhausgasintensität der Produktion um mehr als 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr und um 70 Prozent gegenüber 2019 gesenkt. Insbesondere durch die Umstellung auf emissionsärmere Energieträger hat Continental in den vergangenen vier Jahren die absoluten Emissionen in der Reifenproduktion um rund 180.000 Tonnen CO₂ reduziert.

      Meilenstein erreicht: alternative Dampferzeugung an allen Standorten

      Continental kombiniert heute verschiedene Energieträger, um die CO₂-Emissionen der Reifenproduktion insgesamt zu reduzieren. Dazu gehören Biomasse und Biogas, Strom aus erneuerbaren Quellen und andere Energieträger, wie zum Beispiel Flüssiggas (LPG) oder Erdgas. „Dank kontinuierlicher Investitionen in die Elektrifizierung und die Umstellung der Energieträger in unserer Wärmeerzeugung in den Werken weltweit konnten wir unsere produktionsbezogenen CO₂-Emissionen deutlich reduzieren“, erklärt Henning Mühlenstedt, Leiter für Zukunftstechnologien und nachhaltige Infrastruktur des Reifenbereichs von Continental.

      Der Energiemix an den weltweiten Produktionsstandorten von Continental variiert stark. Er ist geprägt von der regionalen Infrastruktur, verfügbaren Ressourcen und den lokalen Energiemärkten. Eines haben jedoch alle Standorte gemeinsam: das klare Bekenntnis des Unternehmens zum Ausstieg aus der Kohle und zum Übergang zu Energiequellen mit geringerer CO₂-Intensität. Im Continental Reifenwerk in Gqeberha, Südafrika, wurde zum Beispiel die Dampferzeugung lange Zeit mit Kohle betrieben. Heute arbeitet das Werk mit Biomasse; der restliche Energiebedarf wird mit Flüssiggas (LPG) gedeckt. Das Reifenwerk in Kalutara, Sri Lanka, hat eine ähnliche Entwicklung durchlaufen. Mit der Inbetriebnahme eines zweiten Biomassekessels im vergangenen Jahr konnte der Standort erfolgreich auf den Einsatz von Schweröl verzichten und betreibt nun seine gesamte Dampferzeugung ausschließlich mit nachwachsender Biomasse. Am Standort Otrokovice in Tschechien arbeitet Continental eng mit dem regionalen Energieversorger zusammen, um die Dampferzeugung mit den Klimazielen des Unternehmens in Einklang zu bringen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit hat das örtliche Kraftwerk seinen Brennstoffmix schrittweise von Kohle auf Biomasse und Erdgas umgestellt. Dadurch kann das Reifenwerk von Continental in Otrokovice überwiegend mit Dampf aus Biomasse versorgt werden. Diese Umstellung wird sich auch positiv auf die umliegenden Gemeinden auswirken, die nun Fernwärme aus einem umweltfreundlicheren Mix beziehen können.

      Die Umstellung auf alternative Energieträger ist ein wichtiger Bestandteil der Nachhaltigkeitsbemühungen von Continental. Das Unternehmen arbeitet kontinuierlich daran, die Energieeffizienz zu verbessern und den Einsatz erneuerbarer Energiequellen in seinen Produktionsprozessen weiter zu erhöhen. Die Umstellung der Dampferzeugung auf alternative Energiequellen an allen Produktionsstandorten ist ein konsequenter Schritt – ein Engagement, das auch von externen Organisationen anerkannt wird: Kürzlich wurde Continental von der unabhängigen Organisation CDP für ihre Klimatransparenz und ihre Maßnahmen zur CO₂-Reduzierung mit einem „A-“Rating für das Jahr 2025 ausgezeichnet.

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