Continental strebt 2026 Ergebnissteigerung und Abschluss der Neuaufstellung an
- Konzernumsatz 19,7 Milliarden Euro (2024: 20,1 Milliarden Euro, -2,0 Prozent), organisches Wachstum +0,8 Prozent
- Bereinigtes EBIT 2,0 Milliarden Euro (2024: 2,2 Milliarden Euro, -8,0 Prozent)
- Bereinigte EBIT-Marge 10,3 Prozent (2024: 11,0 Prozent)
- Nettoergebnis vor nicht zahlungswirksamen Sondereffekten 1,1 Milliarden Euro
- Bereinigter Free Cashflow 959 Millionen Euro(2024: 598 Millionen Euro, +60,4 Prozent)
- Christian Kötz, CEO: „Wir haben 2025 unsere Ziele auf Konzernebene und bei Tires erreicht. Gleiches gilt für zentrale Meilensteine unserer Neuaufstellung“
- Roland Welzbacher, CFO: „Aufgrund unserer starken Aufstellung sowie der ergriffenen Maßnahmen streben wir in diesem schwierigen Umfeld eine Ergebnissteigerung an“
- Dividendenvorschlag in Höhe von 2,70 Euro pro Aktie (2024: 2,50 Euro pro Aktie)
- Gemeinsam erfolgreich – Continental zahlt Prämie an alle Beschäftigten weltweit
- Erwartungen für das Geschäftsjahr 2026: Konzernumsatz von rund 17,3 bis 18,9 Milliarden Euro, bereinigte EBIT-Marge von rund 11,0 bis 12,5 Prozent
Hannover, 4. März 2026. Continental erwartet für 2026 eine Ergebnissteigerung in einem weiterhin volatilen Umfeld. Grund dafür sind das wachstumsstarke Geschäft mit Premiumreifen ab 18 Zoll, voraussichtlich niedrigere Rohstoffpreise sowie eine prognostizierte Erholung der Industriemärkte im zweiten Halbjahr. Positive Effekte erwartet das Unternehmen ebenfalls aus den ergriffenen Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung insbesondere bei ContiTech. Gleichzeitig bleibt das wirtschaftliche Umfeld unter anderem aufgrund bestehender Handelsbarrieren anspruchsvoll. In Summe rechnet Continental mit einem Konzernumsatz von rund 17,3 bis 18,9 Milliarden Euro sowie einer bereinigten EBIT-Marge von rund 11,0 bis 12,5 Prozent. Der bereinigte Free Cashflow wird zwischen rund 0,8 und 1,2 Milliarden Euro erwartet.
Wie bereits mitgeteilt, hat Continental im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre finanziellen Ziele für den Umsatz sowie die bereinigte EBIT-Marge auf Konzernebene und im Reifenbereich erreicht. Das Nettoergebnis vor nicht zahlungswirksamen Sondereffekten belief sich auf 1,1 Milliarden Euro. Auf dieser Basis schlägt der Continental-Vorstand eine Dividende von 2,70 Euro pro Aktie vor. Gleichzeitig schüttet Continental voraussichtlich einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag als Konzernerfolgsbeteiligung an ihre Beschäftigten weltweit aus.
„Wir haben 2025 unsere Ziele auf Konzernebene und bei Tires erreicht. Gleiches gilt für zentrale Meilensteine unserer Neuaufstellung: den erfolgreichen Spin-off von Aumovio sowie die im Februar abgeschlossene OESL-Veräußerung. In diesem Jahr befinden wir uns mit dem geplanten Verkauf von ContiTech sowie der Fokussierung von Continental auf das Reifengeschäft auf der Zielgeraden unserer strategischen Neuaufstellung“, sagte Christian Kötz, Vorstandsvorsitzender von Continental, anlässlich der Jahrespressekonferenz am Mittwoch in Hannover.
„Dass wir unsere neue Aufstellung in diesen volatilen Zeiten so zügig und erfolgreich vorantreiben können, ist die besondere Leistung unseres gesamten Teams. Das ist der Continental‑Spirit, den wir bewahren wollen – und werden. Dafür möchte ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit herzlich bedanken. An unserem operativen Erfolg werden unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Form unserer Konzernerfolgsbeteiligung teilhaben“, fügte er hinzu.
Bereinigtes operatives Ergebnis: 2,0 Milliarden Euro
Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete Continental einen Konzernumsatz von 19,7 Milliarden Euro (2024: 20,1 Milliarden Euro, -2,0 Prozent). Bereinigt um den Einfluss von Wechselkurseffekten und Konsolidierungskreisveränderungen, ergab sich eine organische Umsatzentwicklung von +0,8 Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis belief sich auf 2,0 Milliarden Euro (2024: 2,2 Milliarden Euro, -8,0 Prozent), was einer bereinigten EBIT-Marge von 10,3 Prozent entspricht (2024: 11,0 Prozent). Aufgrund des Ende 2025 noch nicht abgeschlossenen Verkaufs des Geschäftsfelds Original Equipment Solutions (OESL) ist der Rechnungslegungsstandard IFRS 5 (Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche) pflichtgemäß angewendet worden. Daher erfolgen seit der Zustimmung des Aufsichtsrats am 26. August 2025 in dem zum Verkauf vorgesehenen Geschäftsteil keine Abschreibungen mehr. Ohne die Anwendung des IFRS 5 hätte das bereinigte operative Ergebnis auf Konzernebene 2,0 Milliarden Euro betragen und die bereinigte EBIT-Marge 10,2 Prozent entsprochen.
Das Nettoergebnis vor nicht zahlungswirksamen Sondereffekten belief sich auf 1,1 Milliarden Euro. Das Nettoergebnis lag 2025 bei -165 Millionen Euro (2024: 1,2 Milliarden Euro). Wie bereits im November mitgeteilt, wirken sich nicht zahlungswirksame Sondereffekte infolge des Aumovio-Spin-offs sowie des geplanten OESL-Verkaufs in Höhe von 1,2 Milliarden Euro negativ auf das EBIT aus. Sie fließen nicht in das bereinigte EBIT ein und sind nicht zahlungswirksam. Das heißt, sie haben keinen Einfluss auf den Cashflow. Zudem ermöglicht die Dividendenpolitik, den Einfluss dieser zahlungsunwirksamen Sondereffekte auf das Nettoergebnis und damit aus der Berechnungsgrundlage für den Dividendenvorschlag herauszurechnen.
Der bereinigteFreeCashflow belief sich auf 959 Millionen Euro (2024: 598 Millionen Euro,
+60,4 Prozent).
„Wir haben 2025 in Summe ein gutes bereinigtes operatives Ergebnis erzielt – und das in einem widrigen Umfeld. Allein im Unternehmensbereich Tires beliefen sich die Belastungen durch Zölle auf mehr als 100 Millionen Euro. Hinzu kamen die negativen Wechselkurseffekte. Ohne diese zusätzlichen Belastungen hätte das Ergebnis im Reifenbereich deutlich über dem Vorjahresniveau gelegen“, sagte Roland Welzbacher, Finanzvorstand von Continental, und erklärte weiter: „Auch in diesem Jahr werden diese Herausforderungen nicht verschwinden. Aufgrund der ergriffenen Maßnahmen, unserer operativen Stärke sowie unserer ausgezeichneten Produkte in Kombination mit unserer starken Marke streben wir 2026 in diesem schwierigen Umfeld eine Ergebnissteigerung an. Rückenwind erwarten wir uns zudem von geringeren Rohstoffpreisen und einer Belebung unserer Industriemärkte im zweiten Halbjahr.“
Dividendenvorschlag: 2,70 Euro pro Aktie
Auf Basis des stabilen Cashflows sowie des Nettoergebnisses vor Sondereffekten schlägt der Continental-Vorstand für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 2,70 Euro pro Aktie vor. Damit läge die Dividende 0,20 Euro pro Aktie über dem Vorjahresniveau. Dies entspräche einer Ausschüttungssumme von rund 540 Millionen Euro (2024: 500 Millionen Euro). Die Ausschüttung an die Aktionäre liegt mit rund 50 Prozent im mittleren Bereich des Korridors von 40 bis 60 Prozent des Nettoergebnisses vor nicht zahlungswirksamen Sondereffekten. Über die Höhe der Dividendenzahlung entscheidet die Hauptversammlung am 30. April 2026.
Continental zahlt Prämie an alle Beschäftigten weltweit
Continental honoriert zudem die Leistung ihrer Beschäftigten und beteiligt alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit am Unternehmenserfolg. Für das Geschäftsjahr 2025 wird voraussichtlich ein mittlerer zweistelliger Millionen-Euro-Betrag ausgeschüttet. Die Beschäftigten in Deutschland erhalten für das Geschäftsjahr 2025 jeweils rund 1.123 Euro im Unternehmensbereich Tires, 740 Euro im Unternehmensbereich ContiTech sowie 897 Euro in den Konzernfunktionen.
Marktausblick und Prognose für das Geschäftsjahr 2026
Für 2026 erwartet Continental weiterhin ein volatiles Marktumfeld. Für das weltweite Pkw-Reifenersatzgeschäft erwartet der Reifenhersteller eine Absatzentwicklung von -1 bis +2 Prozent. Die globale Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen wird voraussichtlich bei
-2 bis 0 Prozent liegen.
Der aktuelle Ausblick berücksichtigt keine potenziellen Auswirkungen aus dem militärischen Konflikt im Nahen Osten.
Auf Basis der genannten Annahmen und auf Basis der derzeitigen Zollauswirkungen sowie der Wechselkurse zu Beginn des Geschäftsjahres rechnet Continental für 2026 mit einem Konzernumsatz von rund 17,3 bis 18,9 Milliarden Euro und einer bereinigten EBIT-Marge von rund 11,0 bis 12,5 Prozent.
Für den Unternehmensbereich Tires erwartet Continental einen Umsatz von rund 13,2 bis 14,2 Milliarden Euro sowie eine bereinigte EBIT-Marge von rund 13,0 bis 14,5 Prozent.
Für den Unternehmensbereich ContiTech geht Continental von einem Umsatz von rund 4,2 bis 4,8 Milliarden Euro sowie einer bereinigten EBIT-Marge von rund 7,0 bis 8,5 Prozent aus.
Die Investitionen vor Finanzinvestitionen sollten bei rund 7,0 Prozent vom Umsatz liegen.
Der bereinigte Free Cashflow wird zwischen rund 0,8 und 1,2 Milliarden Euro erwartet.
Tires weiterhin stark: bereinigte EBIT-Marge 13,6 Prozent
Auf dem starken Vorjahresniveau präsentierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr der Unternehmensbereich Tires. Der Reifenbereich erwirtschaftete einen Umsatz von 13,8 Milliarden Euro (2024: 13,9 Milliarden Euro, -0,5 Prozent). Trotz beträchtlicher Belastungen durch Zölle und Wechselkurseffekte in Höhe von mehreren Hundert Millionen Euro lag die bereinigte EBIT-Marge mit 13,6 Prozent etwa auf Vorjahresniveau (2024: 13,7 Prozent).
Die stabile Margenentwicklung basiert auch auf dem zunehmenden Absatzanteil sogenannter Ultra-High-Performance-Reifen (Reifen mit einer Größe von mindestens 18 Zoll). Diese standen bei der Marke Continental im abgelaufenen Geschäftsjahr für 62 Prozent des Umsatzes mit Pkw-Reifen (2024: 60 Prozent). Besonders stark war das Geschäft erneut im vierten Quartal unter anderem aufgrund der Nachfrage nach Winterreifen in Europa. Zudem hat Continental auch 2025 zahlreiche Auszeichnungen für ihre Reifen erhalten; sowohl Sommer- und Winter- als auch Ganzjahresreifen wurden in zahlreichen unabhängigen Tests als herausragend bewertet. Weltweit wurden Continental-Reifen 2025 in 77 unabhängigen Tests geprüft und erreichten in mehr als 80 Prozent eine Top-3-Platzierung.
ContiTech: bereinigte EBIT-Marge 5,3 Prozent
In einem schwachen Marktumfeld blieb ContiTech beim Ergebnis hinter den Erwartungen zurück. So erzielte ContiTech einen Umsatz von 6,0 Milliarden Euro (2024: 6,4 Milliarden Euro,
-6,0 Prozent). Davon entfielen rund 1,6 Milliarden Euro auf das inzwischen verkaufte OESL-Geschäft. Die bereinigte EBIT-Marge von ContiTech belief sich auf 5,3 Prozent (2024: 6,1 Prozent). Ohne die Anwendung des IFRS 5 hätte die bereinigte EBIT-Marge 4,9 Prozent entsprochen. Aufgrund der weltweit schwachen Industrienachfrage hat ContiTech Maßnahmen zur Ergebnissicherung ergriffen, die größtenteils erst ab 2026 wirken. Um die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu verbessern, sollen jährliche Einsparungen in Höhe von 150 Millionen Euro insbesondere in den Verwaltungsstrukturen erzielt werden. Es ist geplant, dass der volle Umfang 2028 erreicht wird.
Wie angekündigt strebt Continental an, ihren Unternehmensbereich ContiTech im Laufe des Jahres 2026 zu verkaufen. Der strukturierte Verkaufsprozess wurde zu Jahresbeginn gestartet. Im Februar wurde zudem der Verkauf des ContiTech-Geschäftsfelds Original Equipment Solutions abgeschlossen. ContiTech erwirtschaftet somit nun rund 80 Prozent des Umsatzes mit Industriekunden. Die Produkte und Lösungen aus Gummi und Thermoplastik sind gefragt. Das Kundenportfolio ist dabei sowohl nach Branchen als auch regional hoch diversifiziert. Zu den Schlüsselindustrien des Unternehmensbereichs zählen unter anderem Energiemanagement, Bau und Heim, Off-Highway-Mobilität, Bergbau sowie die Automobilindustrie im Ersatzteilgeschäft und bei Oberflächenbeschichtungen. Dabei wird jeweils rund die Hälfte des Umsatzes in der industriellen Erstausrüstung beziehungsweise im Ersatzgeschäft erzielt.
Hier finden Sie alle Informationen im Überblick: Jahrespressekonferenz 2026
Pressefotos Jahrespressekonferenz 2026
Am 4. März 2026 präsentierte Continental die vorläufigen Ergebnisse des Geschäftsjahres 2025.
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