Continental beteiligt sich an KI-Spezialist für automatisiertes Parken Kopernikus Automotive

  • Infrastruktur-basiertes automatisiertes Parken in Parkhäusern und Rangieren in Fahrzeugfabriken und in Logistikzentren im Fokus
  • Kopernikus Automotive stellt Lösung bereit, mit der jedes Parkhaus, jedes Hotel und jeder Flughafen kostengünstig ausgerüstet werden kann
  • „In Zukunft werden Autos in einer Fabrik, Logistikzentren und auch in Parkhäusern autonom bewegt. Kopernikus und Continental entwickeln zusammen eine sichere, komfortable und erschwingliche Lösung“ sagt Ralph Lauxmann, Leiter Strategy and Future Solutions, Geschäftsfeld Autonomous Mobility and Safety bei Continental
  • Zusammenarbeit zwischen Continental und Kopernikus erstmalig auf der IAA Mobility München 2021 live in Aktion zu sehen

Frankfurt am Main, 03. August 2021. Das Technologieunternehmen Continental investiert in das Leipziger Startup-Unternehmen Kopernikus Automotive und übernimmt eine Minderheitsbeteiligung. Über die Investitionssumme haben beide Unternehmen Stillschweigen vereinbart. Als Spezialist für autonome Fahrtechnologien entwickelt Kopernikus unter anderem Lösungen für Infrastruktur-basiertes Rangieren und Manövrieren von Fahrzeugen. Die Technologie basiert auf fest in der Infrastruktur installierter Sensorik und auf künstlicher Intelligenz basierten Algorithmen, die zentral die Fahrzeuge steuern. Die ersten beiden Anwendungsfälle dieser Technologie sind das automatisierte Parken in Parkhäusern, auch bekannt als Automated Valet Parking (AVP), sowie autonomes Manövrieren von zum Beispiel neu produzierten Fahrzeugen bei Fahrzeugherstellern oder auf Logistikflächen.

Bereits heute werden erste Fahrzeuge fahrerlos und Infrastruktur-basiert durch Fahrzeugfabriken gelenkt – diese Technologie wird in naher Zukunft auch das Parken maßgeblich verändern. Für das Automated Valet Parking steigt der Fahrer aus – zum Beispiel am Terminal eines Flughafens – übergibt über eine App das Fahrzeug an die Infrastruktur und das Auto wird autonom geparkt. Dabei wird das Fahrzeug durch die Infrastruktur geführt, die im Parkhaus installiert ist. Als Sensoren dienen hierbei Kameras. Herzstück des Systems sind KI-basierte Algorithmen, welche eine sichere und optimale Orchestrierung sowie Führung aller Fahrzeuge gewährleisten. Kopernikus Automotive stellt eine solche Lösung bereit, mit der jedes Parkhaus, jedes Hotel und jeder Flughafen kostengünstig ausgerüstet werden kann – und damit bereit ist für das autonome Parken.

Voraussetzung für den Einsatz der Lösung ist eine zusätzliche Fahrzeugfunktion (Central Motion Control), welche die von der intelligenten Infrastruktur vorgegebene Bahnkurve (Trajektorie) in die Ansteuerung der entsprechenden Aktuatorik umsetzt. Die hierfür benötigten Fahrzeugkomponenten sind ein Automatikgetriebe, eine elektrische Feststellbremse, eine elektrische Lenkunterstützung sowie eine intelligente Kommunikationseinheit. Diese sind bereits standardmäßig in vielen Fahrzeugen verbaut.

„In Zukunft werden Autos in Fabriken und auch in Parkhäusern autonom bewegt. Eine sichere, komfortable und erschwingliche Lösung entwickeln Kopernikus und Continental zusammen. Bei Continental arbeiten wir an beiden Lösungen, sowohl an einem autonomen Parkvorgang, welcher auf Fahrzeugsensordaten basiert, als auch an einer Lösung auf Basis intelligenter Infrastruktur – ähnlich wie bei intelligenten Kreuzungen. Die Beteiligung an Kopernikus ist für uns der logische, nächste Schritt, um beide Themen weiter voranzutreiben und zeitnah eine marktfähige Lösung anzubieten“, sagt Ralph Lauxmann, Leiter Strategy and Future Solutions für das Geschäftsfeld Autonomous Mobility and Safety bei Continental.

Auf der IAA Mobility 2021 in München kann man vom 6. bis 12. September die Zusammenarbeit zwischen Continental und Kopernikus erstmalig in Aktion erleben: Gemeinsam mit Ford, BMW, Mercedes-Benz und Jaguar-Land Rover sowie der Volkswagen-Automotive-Software-Tochter CARIAD zeigen Continental und Kopernikus in München eine gemeinsame Fahrdemonstration im IAA-Messeparkhaus. Im Rahmen des VDA-Projekts Automated Valet Parking (AVP) wird vor allem die Interoperabilität der Infrastruktur-basierten Lösung mit mehreren Fahrzeugherstellern und weiteren Infrastrukturanbietern demonstriert. „Hier kann man live miterleben, wie wir mit verschiedenen Fahrzeugherstellern und Marken zusammenspielen, um autonomes Parken für alle zu realisieren“, sagt Stefan Jenzowsky, Geschäftsführer von Kopernikus Automotive.

Verfügbare Dokumente

Kontakt

Nicole Orgnon

Leiterin Kommunikation

Autonomous Mobility and Safety / Automotive Technologies

Stefan Jenzowsky

Co-Founder & CEO

Kopernikus Automotive GmbH

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