Pressemeldung
20. Juli 2020

Zweites Quartal 2020: Ergebnisse über Erwartungen des Kapitalmarkts

  • Konzernumsatz 6,620 Milliarden Euro / Bereinigte EBIT-Marge -9,6 Prozent
  • Free Cashflow vor Akquisitionen und Carve-Out Effekten -1,782 Milliarden Euro ​​​​​​​(Q2 2019: -29 Millionen Euro)
  • Continental sieht zurzeit weiterhin davon ab, einen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2020 zu geben

Hannover, 20. Juli 2020. Continental hat heute per Pflichtmitteilung auf der Grundlage vorläufiger Daten Kennzahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2020 mitgeteilt. Diese liegen über den aktuellen durchschnittlichen Analystenschätzungen. Demnach lag der Konzernumsatz im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres bei 6,620 Milliarden Euro und die bereinigte EBIT-Marge bei -9,6 Prozent. Das organische Umsatzwachstum (bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen) belief sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf -39,8 Prozent.

Der Umsatz des Unternehmensbereichs Automotive Technologies lag bei 2,560 Milliarden Euro und die bereinigte EBIT-Marge bei -18,1 Prozent. Das organische Umsatzwachstum belief sich auf -45,6 Prozent.

Der Unternehmensbereich Rubber Technologies erwirtschaftete einen Umsatz von 2,962 Milliarden Euro und eine bereinigte EBIT-Marge von 1,2 Prozent. Das organische Umsatzwachstum lag bei -33,1 Prozent.

Im Unternehmensbereich Powertrain Technologies ergab sich ein Umsatz von 1,131 Milliarden Euro und eine bereinigte EBIT-Marge von -16,3 Prozent. Das organische Umsatzwachstum belief sich auf -40,8 Prozent.

Nach dem zweiten Quartal 2020 belief sich der Free Cashflow vor Akquisitionen und Carve-out-Effekten auf -1,782 Milliarden Euro (Q2 2019: -29 Millionen Euro). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf das im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunkene operative Ergebnis sowie negative Working-Capital-Effekte zurückzuführen. Letztere ergeben sich aus der Volatilität des Umsatzes der vergangenen Wochen und sollten sich bei einer Verstetigung des Geschäftsverlaufs wieder neutralisieren.

Per 30. Juni 2020 verfügte Continental über ein Liquiditätspolster in Höhe von mehr als 10,1 Milliarden Euro, davon flüssige Mittel in Höhe von rund 2,5 Milliarden Euro sowie zugesagten, nicht ausgenutzten Kreditlinien in Höhe von rund 7,7 Milliarden Euro. Zum Ende des ersten Quartals 2020 hatte das Liquiditätspolster bei 6,8 Milliarden Euro gelegen. So hatte sich das Unternehmen im zweiten Quartal zusätzliche flüssige Mittel gesichert. Im Mai und Juni hatte Continental drei Anleihen mit einem Volumen von insgesamt mehr als 2,1 Milliarden Euro platziert und zusätzlich mit ihren Kernbanken ihren Kreditrahmen um 3 Milliarden Euro erweitert.

Obwohl sich die Geschäftssituation im Verlauf des zweiten Quartals deutlich verbesserte, ist das wirtschaftliche Umfeld weiter von großer Unsicherheit aufgrund der Coronavirus-Pandemie geprägt. Es bleibt daher schwierig, das Ausmaß der nachteiligen Auswirkungen auf Produktion, Lieferkette und Nachfrage abzuschätzen. Continental sieht aus diesem Grund zurzeit weiterhin davon ab, einen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2020 zu geben.

Continental veröffentlicht ihren Zwischenbericht für das erste Halbjahr 2020 am 5. August 2020.

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