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Continental zeigt Hochleistungs-Plattform für das Fahrzeug-Cockpit von morgen

IAA 2019

  • Integrated Interior Plattform: Ausgezeichnetes Nutzererlebnis für Fahrer und Beifahrer in der vernetzten und automatisierten Mobilität der Zukunft
  • Meilenstein der E/E-Architektur: Die Plattform liefert die Rechenleistung für alle Anwendungen und Dienste im Cockpit
  • Trotz komplexer Anforderungen sichert Continentals Software Factory Qualität, Schnelligkeit und Wirtschaftlichkeit in der Entwicklung

 

Wetzlar/Frankfurt, 5. September 2019. Auf der IAA 2019 in Frankfurt (12.09.-22.09.) zeigt Continental den neuesten Stand seiner Integrated Interior Plattform (IIP). Diese umfassende Lösung für Soft- und Hardware bildet als sogenannter Hochleistungscomputer die Grundlage für die Interaktion zwischen Mensch und Fahrzeug im vernetzten Cockpit von morgen – und das auf höchster Qualitätsstufe. In seinem Cockpit-Demonstrator zeigt das Technologieunternehmen, wie die IIP verschiedenste Anzeigen wie das Kombi-Instrument und das Mittelkonsolendisplay mit Internet-basierten Diensten zu einer Gesamtlösung zusammenführt. Dabei ist die IIP ein Meilenstein im Umbruch der E/E-Architektur im Auto: weg von vielen einzelnen Steuergeräten und hin zu wenigen Hochleistungscomputern.

Die Integrated Interior Plattform bildet die Basis für die Mensch-Maschine Interaktion der Zukunft: Je nach Fahrmodus macht sie das Cockpit entweder zur Informationszentrale oder zum rollenden Wohnzimmer mit großflächigen Displays.

Continental setzt für die IIP-Architektur auf Virtualisierungslösungen, die es erlauben, gleichzeitig mehrere Betriebssysteme mit unterschiedlichen Sicherheitsanforderungen auf nur einem Rechner zu betreiben. Die Betriebssysteme, wie QNX, Integrity, Linux und Android Automotive, können dabei sowohl aus Open-Source als auch von Drittanbietern stammen. Die dafür erforderliche Software wird in der hochautomatisierten und agilen Continental Software Factory integriert und getestet. Ausgehend vom Agile Campus am Standort Wetzlar hat Continental durch einen grundlegenden Wandel der Entwicklungsprozesse und Zusammenarbeit in Richtung agiler Entwicklung so auch eine Verkürzung der Entwicklungszyklen erreicht.

Im manuellen Modus werden dem Fahrer wichtige Fahrinformationen angezeigt, während der Beifahrer beispielsweise ein Filmprogramm genießen kann.

„Das Cockpit von morgen bedeutet für unsere Entwicklung zwei große Herausforderungen. Zum einen eine immer stärkere Trennung von Soft- und Hardware sowie die konsequente Öffnung für Open-Source-Software aus vielen Quellen und damit auch für neue Geschäftsmodelle. Zum anderen vor allem die Prozesse, mit denen sich diese neuen Anforderungen schnell, wirtschaftlich und hochgradig betriebssicher umsetzen lassen,” erläutert Dr. Karsten Michels, Leiter des Bereichs Systems & Technology in der Division Interior bei Continental.

Die IIP unterstützt eine große Produktpalette und ist über verschiedene Hardware-Konzepte skalierbar. „Um die Herausforderungen der Systemintegration zu meistern, setzen wir bei Continental auf einen Kulturwechsel hin zu agilem Arbeiten. Mit unserem Agile Campus am Standort Wetzlar haben wir dafür einen entscheidenden Impuls gesetzt. Dazu gehört eine hohe Automatisierung der ständig ablaufenden Testroutinen und eine Kombination aus strengem Gating und transparenten Qualitätsmetriken. So stellen wir Qualität in den Fokus unserer Entwicklung,“ so Michels.

Integrated Interior Plattform: Technologie für das Cockpit von morgen

Im Automatisierten Modus fahren die Displays zu voller Größe aus. Die IIP erlaubt den Passagieren nun, vollständig in ihre digitale Büro oder Unterhaltungsumgebung einzutauchen.

Das IIP-Exponat auf der IAA zeigt mit seinen über die gesamte Cockpitbreite unter einer Glasfläche verbundenen Displays, wie viele Funktionen voll vernetzte Fahrzeuge gleichzeitig beherrschen müssen. Das digitale Fahrerdisplay stellt beispielswiese neben den klassischen Anzeigen auch die Ansicht der digitalen Rückspiegel dar. Zusätzlich kann der Fahrer mit einer Geste Inhalte wie hoch aufgelöste Navigationskarten aus dem Beifahrerdisplay auf seinen Bildschirm herüberholen. Schaltet der Fahrer dann in den automatisierten Fahrmodus, fährt das Display vollständig hoch und bietet nun auf der vollen Fläche alle Internet-basierten Dienste und Apps an, die sonst nur auf der Beifahrer-Seite zur Verfügung stehen. Denn die IIP ist in der Lage, mehrere Displays im Cockpit anzusteuern. Dafür müssen auf der Plattform parallel sowohl Anwendungen mit hoher Sicherheitsstufe (Automotive Safety Integrity Level) als auch möglichst offene Anwendungen (etwa auf Android-Basis) aus unterschiedlichsten Quellen laufen können. Die sichere Kapselung der unterschiedlichen Betriebssysteme durch Hypervisor-Technik oder Container gehört deshalb fest zur IIP. Dem Beifahrer steht auch während der manuellen Fahrt die ganze Welt der gewohnten digitalen Dienste zur Verfügung. Dazu gehören auch gängige Büroanwendungen.

Kompletter Kulturwandel für agiles Arbeiten in der Software Factory

An der agilen Entwicklung der IIP-Software sind rund 20 Continental-Teams an vier Standorten in Europa und Asien beteiligt. Dabei laufen 70.000 automatisierte Tests pro Woche ab, im gleichen Zeitraum werden 250 Software-Baselines erzeugt und automatisch dokumentiert. Jede Änderung am Quellcode wird dabei sofort „gebaut“. Auch die Überprüfung der erfüllten Freigabebedingungen (das „Gating“) erfolgt streng automatisiert. „Alle manuellen Berichtsprozesse haben wir abgeschafft, weil das bei diesen Funktionsumfängen sonst jeden Rahmen sprengen würde“, so Jens Walther, Experte für agile Entwicklung bei Continental.

Zusätzlich zum „unbestechlichen Gating“ dienen transparente Metriken dazu, die erreichte Software-Qualität ständig bis hinab zur Ebene des Quellcodes in Echtzeit zu messen. „Alle qualitätsrelevanten Informationen stehen den sogenannten Scrum-Teams sowie internen und externen Stakeholdern jederzeit live zur Verfügung, um die Problemlösung einzuleiten“, sagt Walther weiter. „Mit diesem agilen und automatisierten Arbeiten bekommt die Software früh einen hohen Reifegrad. So beschleunigen wir Entwicklung und Markteinführung.“

Zum Kulturwandel gehört bei Continental vor allem am Agile Campus Wetzlar ein umfassendes Verständnis des agilen Arbeitens: Dort beschränkt sich die Nutzung agiler Methoden und Werkzeuge nicht auf die Software-Entwicklung, so wie sonst meist üblich. Stattdessen werden im Zuge eines vollständigen Kulturwandels auch weitere Unternehmensbereiche sukzessive auf agile Prinzipien umgestellt. „Der agile Ansatz verdient seinen Namen“, so Walther, „wir sind heute schon fit für die Anforderungen der Automobilhersteller weltweit, die uns gezielt auf eine Zusammenarbeit auf der Grundlage agiler Methoden ansprechen.“

Continental präsentiert seine Vision für die Mobilität der Zukunft auf der IAA in Frankfurt vom 12. bis 22. September 2019 in Halle 8 / Stand Nr. A39.

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Sebastian Fillenberg

Sebastian Fillenberg Externe Kommunikation Division Interior Telefon: +49 6196 87-3709 Fax: +49 6196 8779-3709 E-Mail: