Weniger Rollwiderstand, mehr Reichweite: Continental und Renault Group arbeiten zusammen
- Strategische Partnerschaft forciert Entwicklung energieeffizienter Elektrofahrzeuge, unterstützt durch Reifen von Continental
- Continental technischer Partner der Entwicklungs- und Innovationsplattform „Garage Futurama“ der Renault Group
- Bis zu 35 Prozent geringerer Rollwiderstand als für Bestnote A im EU-Reifenlabel erforderlich
- Bei Batteriereichweite von 500 Kilometern bis zu 30 Kilometer zusätzliche Reichweite
- Gemeinsame Präsentation bei „Sustainability Tour“ der Renault Group am 8. Juni in Frankreich
Hannover, 15. Juni 2026. Continental hat für den französischen Automobilhersteller Renault einen besonders effizienten Reifen entwickelt, der die Reichweite seiner Elektroautos spürbar erhöht. Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft entstand für das Innovationsteam der Renault-Gruppe ein Reifen mit einem um bis zu 35 Prozent geringeren Rollwiderstand als für die Bestnote A im EU-Reifenlabel erforderlich. Bei einer Batteriereichweite von 500 Kilometern entspricht dies beispielsweise rund 30 Kilometern zusätzlicher Reichweite pro Ladung – etwa der Strecke von Paris nach Versailles. Ausgangspunkt war der EcoContact 7, den Continental gezielt auf die Anforderungen der Renault Group zugeschnitten hat. Dafür entwickelte das Unternehmen eine speziell modifizierte Laufflächengummimischung und ergänzte sie um ein maßgeschneidertes Seitenwandkonzept sowie eine optimierte Reifenkonstruktion. Als technischer Partner der Innovationsteams der Renault Group zeigt Continental, wie speziell abgestimmte Reifen dazu beitragen, die Reichweite und Fahrleistung künftiger Elektrofahrzeuge zu optimieren. Vorgestellt wurde der Reifen im Rahmen der „Sustainability Tour“ der Renault Group am 8. Juni in Guyancourt nahe der französischen Hauptstadt Paris.
„Gemeinsam mit der Renault Group steigern wir die Effizienz ihrer neuen Elektrofahrzeuge. Unsere maßgeschneiderten Reifen haben einen sehr niedrigen Rollwiderstand und erhöhen dadurch die Reichweite spürbar“, sagte Dr. Christian Strübel, Continental-Experte für Rollwiderstand von Pkw-Reifen.
„Ein sehr geringer Rollwiderstand ist entscheidend, um die Reichweite und Effizienz von Elektrofahrzeugen weiter zu erhöhen. Mit Continental haben wir dafür einen starken Partner an unserer Seite: Durch die langjährige Zusammenarbeit in der Erstausrüstung können wir gemeinsam Lösungen entwickeln, die das Potenzial haben, unseren Kunden echten Mehrwert zu bringen", sagte Nicolas Champetier, Vice President Innovation bei der Renault Group.
Rollwiderstand: Schlüsselfaktor für verbesserte Energieeffizienz von Autos
Der Rollwiderstand ist seit Langem ein zentrales Thema in der Reifenentwicklung von Continental. Denn etwa 20 bis 30 Prozent des Energieverbrauchs eines Autos sind antriebsübergreifend auf den Rollwiderstand zurückzuführen. Je niedriger der Rollwiderstand, desto weniger Energie geht bei der natürlichen Verformung und Reibung des Reifens auf der Straße verloren. Für Elektroautos ist das besonders wichtig: Ein niedrigerer Rollwiderstand wirkt sich unmittelbar auf den Energieverbrauch und somit auf die Reichweite aus. Gleichzeitig sind Reifen sicherheitsrelevant. Sie sind die einzigen Kontaktstellen zwischen Fahrzeug und Straße. Dabei sorgt die Reibung zwischen Reifenlauffläche und Asphalt für den nötigen Grip und damit für sicheres Bremsen sowie stabiles Fahrverhalten.
Enge Zusammenarbeit mit Fokus auf virtuelle Entwicklung
Continental und die Renault Group setzten in der gemeinsamen Entwicklung auf modernste virtuelle Entwicklungs- und Testverfahren. Im Mittelpunkt stand dabei der Driver-in-the-Loop-Fahrsimulator von Continental, mit dem sich Reifeneigenschaften unter realitätsnahen Fahrbedingungen schon in einem frühen Entwicklungsstadium bewerten und optimieren lassen. Auch eingebunden wurde der Fahrsimulator ROADS der Renault Group, der reale Fahrbedingungen digital abbildet und reproduzierbare Tests im virtuellen Raum ermöglicht. Durch das Zusammenspiel beider Systeme haben sich Testszenarien nahtlos abbilden und Entwicklungsprozesse gezielt beschleunigen lassen. Der verstärkte Einsatz solcher Methoden unterstützt eine effizientere Entwicklung und reduziert den Bedarf an physischen Testreifen. Durch den Einsatz virtueller Verfahren in der Reifenentwicklung spart Continental mittlerweile jährlich bis zu 10.000 Testreifen ein.





