Pressemeldung
21. April 2021

Continental präsentiert Weltpremieren im Bereich Software und Sensorik

Auto Shanghai 2021

  • Weltpremiere von Radarsensoren der sechsten Generation für Euro NCAP-Anforderungen bis hin zu automatisierten Fahrfunktionen
  • Software wird zum Innovationstreiber rund um moderne Fahrzeuglösungen
  • Mit Ende-zu-Ende-Lösung für vernetzte Fahrzeuge präsentiert Continental den Weg zu intelligenter und autonomer Mobilität

Shanghai, China, 21. April 2021. Unter dem Motto „Mobility. Our Heartbeat for 150 Years.“ präsentiert sich Continental auf der 19. Shanghai International Automobile Industry Exhibition als Technologieunternehmen im Bereich einer nachhaltigen und vernetzten Mobilität. Im 150. Jahr seines Bestehens stellt das Unternehmen eine Vielzahl innovativer Software- und angegliederter Hardewarelösungen vor, mit denen Continental die Integration von Softwarefunktionalitäten in Fahrzeugkomponenten ermöglicht. Das reicht von Hightech-Radarsensoren über Hochleistungsrechner als zentrale Steuereinheit im Fahrzeug bis hin zur Datenkommunikation in die Cloud im Zuge von Telematik-Systemen.

Innovative Technologien erhöhen sicheres Fahren

Mit ihrer neuen, leistungsfähigeren Generation von Surround Radar und Fernbereichsradarsensoren macht Continental einen weiteren Schritt in Richtung einer sichereren und autonomeren Mobilität. Eine kompaktere Bauweise, höhere Abtastraten und eine 360-Grad-Umfelderfassung mit Reichweiten von rund 200 Metern beziehungsweise rund 250 Metern – je nach Radarsensor – erzeugen wesentlich mehr Sicherheit im Nah- und Fernbereich. Die neuen Radarsensorlösungen erlauben damit vorausschauende Anwendungen für Euro NCAP-Anforderungen bis hin zu höheren automatisierten Fahrfunktionen, wie automatisierten Spurwechseln. Seit dem Produktionsstart vor rund 20 Jahren hat Continental bis zum April dieses Jahres mehr als 100 Millionen Radarsensoren für den Nah- und Fernbereich produziert. Zu den technischen Besonderheiten der sechsten Generation, die 2023 in Serie gehen wird, gehören ein verbesserter Erfassungsbereich sowie eine höhere Auflösung für eine genaue Erkennung der Fahrzeugumgebung.

Radarsensoren sind nur ein Beispiel für das dynamische Wachstum auf dem Gebiet von Fahrerassistenz- und automatisierten Fahrsystemen im Rahmen moderner Mobilitätslösungen. War das Auto früher in erster Linie ein komfortables Fortbewegungsmittel, so lebt es heute vor allem von der Vernetzung und dem Dialog zwischen Mensch und Maschine.

Datenflut im Fahrzeug erfordert Management durch Hochleistungsrechner

Mitunter sind in heutigen Fahrzeugen mehr als 100 Steuergeräte für die Funktionen zuständig – vom Fahrzeugzugangssystem oder dem Infotainmentsystem über die Vernetzung bis hin zum Abstandsregeltempomat oder Spurhalte- und Geschwindigkeitsassistenten. Hinzu kommt spezifische Software, die eine Kommunikation innerhalb der Fahrzeugeinheiten und mit der Cloud übernimmt. Mehr als 90 Prozent der Innovationen im Automobil kommen schon heute aus dem Bereich der Softwareentwicklung.

Um die zunehmenden Datenströme im Fahrzeug beherrschbar zu machen, hat Continental als erster Automobilzulieferer überhaupt einen kompakten Hochleistungsrechner entwickelt, der etwa in den Volkswagen-Elektroautos ID3 und ID4 zum Einsatz kommt. Der Server bündelt die Datenkommunikation verschiedener Fahrzeugdomänen.

Ende-zu-Ende Netzwerklösung – Wegbereiter für autonome und intelligente Mobilität

Auf der Auto Shanghai präsentiert Continental nun erstmals ihre Ende-zu-Ende Netzwerklösung für vernetzte Fahrzeuge. Vom Sensor über den Hochleistungsrechner und die Vernetzungseinheit bis in die Cloud, realisiert diese zuverlässige Funktionsintegration. Speziell die schnelle und latenzarme Anbindung des Fahrzeugnetzwerks an die Außenwelt ermöglicht eine Echtzeit-Verarbeitung aller Daten, die ins Fahrzeug gelangen und durch hochleistungsfähige Recheneinheiten im Fahrzeug verarbeitet werden. Softwarefunktionen werden dabei zwischen der Cloud, dem Hochleistungsrechner und sogenannten Zone Controllern verteilt. Dadurch ermöglicht Continental höchste Flexibilität und zugleich funktionale Sicherheit. Auch Funktionen aus der Fahrerassistenz können so in einem eingeschränkten Umfang in das System integriert werden. Continentals selbstentwickeltes 5G Mobilfunkmodul (Network Access Device) bietet dafür eine skalierbare Rechenleistung an mit verbesserter Cybersicherheit. Sie unterstützt außerdem verschiedene Hardware-Optionen, um den Anforderungen der unterschiedlichen Kunden und Regionen gerecht werden zu können. Dabei erlaubt das System flexible Optionen bei der Systemintegration für Automobilhersteller und Zulieferer – von eigenständigen Network Access Devices bis hin zur vollständigen Integration in Telematik-Steuergeräte oder intelligente Antennenmodule. Continental arbeitet dazu bereits mit mehreren globalen Automobilherstellern für 5G-Telematik auf der Basis ihrer erfolgreichen 5G-Hybrid-V2X-Plattform zusammen.

Standardisierte, modulare Hardware- und Software-Plattform ermöglicht Funktionsupdates

Die Entwicklung der Continental Automotive Edge Plattform (CAEdge), einer modularen Hardware- und Software-Plattform wird es für Fahrer in Zukunft bequem ermöglichen, über die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs gewünschte neue Funktionen durch Software-Updates zu beziehen. CAEdge verbindet das Fahrzeug mit der Cloud und bietet durch eine virtuelle Werkbank zahlreiche Möglichkeiten für die Entwicklung, Bereitstellung und Wartung von software-intensiven Systemfunktionen.

Mit der Plattform stärkt Continental ihre führende Rolle in Entwicklung neuster Fahrzeugarchitekturen und -software. So steht mit ihr künftig Fahrzeugherstellern und Partnern eine Entwicklungsumgebung für softwareintensive Fahrzeugarchitekturen bereit, mit der sich Software-, Sensorik- und Big-Data-Lösungen in einem Bruchteil der bisherigen Entwicklungszeit realisieren lassen. Damit kann die Fahrzeugsoftware schnell und sicher entwickelt, getestet und direkt auf Fahrzeuge aufgespielt werden. Mit der Continental-Plattform arbeiten zukünftig alle Entwickler und beteiligte Unternehmen in einer standardisierten und automatisierten Entwicklungsumgebung mit den gleichen Werkzeugen, Test- und Absicherungsverfahren.

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