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Feinfühliger Sensor: Neuer multifunktionaler Kontaktsensor macht automatisiertes Parken noch sicherer

CES 2020

  • Weltpremiere auf der CES in Las Vegas: Continental zeigt einen neuen, modularen und skalierbaren Kontaktsensor, der Kratzer und Schäden erkennt
  • Die miniaturisierten Contact Sensor System (CoSSy) Sensoren erfassen das Schallsignal von Anprallen bei niedriger Geschwindigkeit
  • Dank der Unterscheidung zwischen Luftschall, Klopfgeräuschen, Dellen und Kratzern lässt sich das Sensorsystem für viele Anwendungsfälle nutzen, etwa um Vandalismus zu erkennen

Frankfurt am Main / Las Vegas, USA, 10. Dezember 2019. Mit der Entwicklung des neuen Contact Sensor System (CoSSy) schließt das Technologieunternehmen Continental eine Lücke im Sensor-Portfolio der Automobilbranche. Dieses System erkennt Berührungen, die sich bei Schrittgeschwindigkeit zwischen einem Fahrzeug und einer Person oder einem Objekt ereignen. Auf der Consumer Electronics Show (CES, 7.-10. Januar 2020) in Las Vegas zeigt Continental, wie CoSSy dazu beitragen kann, Anwendungen wie das automatisierte Parken sicherer zu machen. Anhand der Aufnahme von Schallsignalen durch CoSSy lässt sich ein Anprall mit niedriger Geschwindigkeit erkennen, so dass das Fahrzeug sofort angehalten werden kann. Das neue System stellt einen redundanten Signalpfad bereit, wie ihn die Funktionale Sicherheit verlangt. Es erkennt Objekte, die sich unter Umständen außerhalb der Nahbereichserfassungszonen anderer Sensorarten befinden. Für das skalierbare Contact Sensor System (CoSSy) werden in der Regel zwischen zwei und zwölf Sensoren an geeigneten Stellen im Fahrzeug installiert. Einmal installiert, können die CoSSy-Sensorsignale viele Anwendungen unterstützen, so etwa die Erkennung von Vandalismus (Verkratzen) oder langsame Parkrempler, da diese Kontaktarten jeweils eine charakteristische Signalform hervorrufen. Weitere Funktionen, die unterstützt werden können, sind beispielsweise eine Erkennung des Straßenzustands, eine Fahrererkennung anhand der Stimme oder die Erkennung sich nähernder Einsatzfahrzeuge. Sogar die Kommunikation mit dem Fahrzeug durch Berührung könnte CoSSy ermöglichen: Ein Anklopfen an der Tür würde dann genügen, um diese einem authentifizierten Fahrer automatisch zu öffnen.

„Körperschall und Luftschall sind Signalformen, die wertvolle Informationen über die unmittelbare Fahrzeugumgebung liefern. CoSSy wurde speziell dafür entwickelt, die Schallsignatur einer Reihe von Kontaktereignissen zu erfassen. So warnt Körperschall bei den geringen Geschwindigkeiten eines automatisierten Parkvorgangs vor einem Anprall an ein Objekt“, sagt Laurent Fabre, Leiter des Geschäftsbereiches Passive Sicherheit & Sensorik von Continental. „Wenn CoSSy aber einmal an Bord ist, lässt sich das Erkennungsprinzip nutzen, um mit zusätzlichen Funktionen für noch mehr Sicherheit und Komfort zu sorgen.“

CoSSy ist ein feinfühliges Sensorsystem für verschiedene Anwendungsfälle zur Unterscheidung von z. B. Luftschall, Klopfgeräuschen, Dellen und Kratzern.

Warum Schall so nützlich ist

Körperschall ist seit vielen Jahren ein Bestandteil von Systemarchitekturen der passiven Sicherheit: Unfall-Schallsensoren, welche die Erschütterungen eines physischen Aufpralls erkennen, erhöhen die Entscheidungssicherheit während des Unfalls. Aufbauend auf dieser langjährigen (Unfall-)Sensorerfahrung, hat Continental einen neuen, miniaturisierten Schallsensor für Kontakte bei Schrittgeschwindigkeit entwickelt. „Berührungen bei Schrittgeschwindigkeit geben dem Körperschallsignal ein anderes Muster“, sagt Andreas Forster, Manager Next Generation Technology im Continental Geschäftsbereich Passive Sicherheit & Sensorik.

Zukünftig könnte CoSSy auch einen weiteren Signalpfad für die Straßenzustandserkennung bereit­stellen. So lässt sich das Aufprallgeräusch von Spritzwasser, das die Fahrzeugunterseite trifft, als Hinweis auf mögliches Aquaplaning nutzen. Abhängig vom künftigen Sensordesign kann auch Luftschall ausgewertet werden, so dass die Annäherung von Einsatzfahr­zeugen erkannt wird – eine wichtige Voraussetzung für die Homologation automatisierter Fahrzeuge. Nutzt man dabei den Dopplereffekt, kann CoSSy zusätzlich die Information liefern, woher das Fahrzeug kommt. Auch für den Fahrer ist das von großer Bedeutung.

Das Contact Sensor System (CoSSy) umfasst typischerweise zwei bis zwölf Sensoren, die an relevanten Stellen im Fahrzeug verbaut sind.

Die erste Generation der neuen CoSSy-Lösung nutzt Körperschall als Hinweis auf eine Berührung mit einem Objekt während des automatisierten Parkens. „Das betrifft zum Beispiel Situationen, in denen sich jemand außerhalb der Erfassungskegel der anderen Sensoren wie Ultraschall oder Radar befindet. Auch wenn das sicher ein seltener Fall ist, kann man die Restwahrscheinlichkeit im Interesse der Sicherheit nicht einfach ignorieren. Dies kann vor allem beim Start eines automatisierten Parkmanövers auftreten“, wie Forster erklärt. Da man davon ausgeht, dass Systeme für das automatisierte Parken um 2022 im Markt vielfach verfügbar sein werden, kommt die neue Sensortechnologie genau richtig. Die Sensoren senden ihre Signale an eine zentrale Auswerteeinheit, die entweder ein separates Steuergerät sein kann oder in ein bestehendes wie das Airbag-Steuergerät integriert wird.

Potenzial für viele weitere Anwendungen

Körperschall lässt sich auch als Ausgangspunkt für andere Anwendungen nutzen. Wenn ein geparktes Fahrzeug angefahren oder zerkratzt wird, können die CoSSy-Sensoren dem Vorfall einen Zeitstempel geben. Auch ließe sich das Sensorsignal nutzen, um die entsprechende Kamera zu aktivieren und eine Aufnahme von der Situation zu machen oder um den Fahrer des anderen Wagens auf den Anprall aufmerksam zu machen, indem ein Alarm ausgelöst wird. Denkbar ist ebenfalls, dass eine Nachricht an ein dediziertes Smartphone gesendet wird. Das würde helfen, so manch einen von Vandalismus abzuhalten und eine unbeabsichtigte Fahrerflucht zu vermeiden. Autoverleiher wiederum könnten ihre Fahrzeuge bei der Rückgabe sehr einfach als „unbeschädigt“ klassifizieren.

Continental auf der CES 2020

Die Continental Pressekonferenz wird während der CES-Pressetage am Montag, den 6. Januar, um 10 Uhr im Mandalay Bay Hotel, Ebene 2, Surf Ballrooms D-F stattfinden. Außerdem präsentiert das Technologieunternehmen seine neuesten Automobilinnovationen und -technologien in einem privaten Ausstellungsbereich im Renaissance Hotel, von Dienstag, 7. Januar bis Freitag, 10. Januar. Für den 7. Januar ist eine Medientour ausschließlich für geladene Gäste geplant. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an Sören Pinkow oder Miriam Baum.

Informieren Sie sich über die Highlights von Continental CES 2020 auf Twitter: #ContinentalCES.

Hier finden Sie alle Informationen zur CES 2020.

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Miriam Baum

Miriam Baum Externe Kommunikation Autonomous Mobility and Safety Telefon: +49 69 7603-9510 E-Mail:

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Sören Pinkow Externe Kommunikation Autonomous Mobility and Safety Telefon: +49 69 7603-8492 E-Mail: