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Schnellster Rechner der Branche: Continental beschleunigt KI-Entwicklung mit Supercomputer

Version für die Tagespresse

  • Seit Anfang 2020 in Frankfurt in Betrieb: Vernetztes Rechnersystem mit NVIDIA-Technologie reduziert Entwicklungszeit von Wochen auf wenige Stunden
  • Einsatzgebiete vor allem künstliche Intelligenz, Deep Learning, virtuelle Simulation
  • Computercluster laut „TOP500“-Liste jetzt schnellster Rechner der Autoindustrie
  • Software-Powerhouse von Continental mit mehr als 20.000 Software- und IT-Experten
  • Unternehmen liefert Hochleistungsrechner für moderne Fahrzeuge bereits in Serie

Frankfurt am Main, 28. Juli 2020. Continental beschleunigt die Entwicklung von Zukunftstechnologien mit einem in der Automobilindustrie einzigartigen Supercomputer. Mit der Vernetzung eines außergewöhnlich leistungsstarken, auf Technologie von NVIDIA basierenden Rechnersystems (InfiniBand connected DGX) setzt Continental einen bisher unerreichten Meilenstein für die Entwicklung künstlicher Intelligenz (KI). Sie wird beispielsweise für die Entwicklung wegweisender Zukunftstechnologien im assistierten, automatisierten und autonomen Fahren benötigt. Das Technologieunternehmen unterstreicht damit seine Kernkompetenzen im Bereich Software und Vernetzung sowie in der Architektur von Systemen.

Dank des NVIDIA-DGX-Clusters ist Deep Learning, Simulation und virtuelle Datenerzeugung viel schneller möglich.

Der neue Supercomputer besteht aus mehr als 50 vernetzten „NVIDIA DGX“-Einheiten – jede einzelne so wertvoll wie ein Sportwagen der Luxusklasse. Seit Anfang 2020 spielen sie in einem Rechenzentrum in Frankfurt am Main zusammen. Die Entwickler an den Standorten von Continental weltweit beziehen aus diesem neuartigen Computercluster sowohl Rechenleistung als auch Speicherplatz für hochkomplexe und datenintensive Entwicklungen. Dazu zählen insbesondere solche rund um das Thema KI. Nach der aktuellen „TOP500“-Liste der leistungsstärksten Computersysteme der Welt nimmt der neue Supercomputer von Continental den Spitzenplatz in der Automobilindustrie ein.

„Der Supercomputer beschleunigt unsere technologisch führende Entwicklung“, sagt Christian Schumacher, Leiter Program Management Systems in der Geschäftseinheit Fahrerassistenzsysteme bei Continental. „Der High-End-Computer wird insbesondere für innovative Softwaredisziplinen wie Deep Learning und KI-getriebene Simulationen zum Einsatz kommen“, so Schumacher. „Mit der neu gewonnenen Rechenleistung können wir somit deutlich effektiver, schneller und kosteneffizienter die modernen Systeme für assistierte, automatisierte und autonome Fahrzeuge entwickeln. Wir simulieren damit reale, physikalische Testfahrten und benötigen weniger Fahrten auf der Straße. So beschleunigen wir unsere Programmierung samt dem Training der künstlichen neuronalen Netze erheblich.“

Damit verbessern die Continental-Entwickler ihre Fähigkeiten des sogenannten „Deep Learning“, bei dem Erfahrungen und vorhandenes Wissen mit neuen Informationen verknüpft werden. Dabei wird im Wesentlichen der Lernprozess des menschlichen Gehirns nachgeahmt. Ohne Supercomputer würde das Training mit Millionen von Bildern und den damit verbundenen enormen Datenmengen Tausende Stunden in Anspruch nehmen. Diesen Vorgang verkürzt der leistungsstarke Rechner jetzt von mehreren Wochen auf nur wenige Stunden.

Die durch den GPU-Cluster verfügbare Rechenleistung wird die Innovationskraft von Continental in Bezug auf KI-basierte Lösungen stärken.

Continental ist ein Software-Powerhouse mit mehr als 20.000 Software- und IT-Experten

Die Investition in das leistungsstärkste Computersystem der Automobilbranche ist ein weiterer Schritt in Continentals Zukunftsstrategie: Konzentration auf wesentliche Innovationsfelder wie Software und Digitalisierung. Mehr als 20.000 der insgesamt gut 51.000 Continental-Ingenieure sind heute bereits Software- und IT-Experten. Bis 2022 wird das Unternehmen zudem rund 1.900 KI-Experten beschäftigen; schon heute sind es mehr als 900. „Software ist der Sauerstoff der Industrie“, sagt Dr. Elmar Degenhart, Vorsitzender des Vorstands von Continental. „Mit ihr sind völlig neue Dienstleistungen möglich. Die Wertschöpfung mit Software wächst jährlich im zweistelligen Prozentbereich.“ So erzielt Continental zum Beispiel mit der Entwicklung von Hochleistungscomputern – dem digitalen Herzstück moderner Fahrzeuge – schon heute Umsätze von mehr als drei Milliarden Euro, gerechnet über die Laufzeit der jeweiligen Automodellreihen. Allein ein einzelner Kunde erhält bis 2022 mehr als 2,5 Millionen solcher kompakten Hochleistungsrechner. Damit zählt Continental zu den führenden Unternehmen der Branche. Für Volkswagen wurde jüngst ein besonders leistungsstarker Fahrzeugserver entwickelt. Dieser InCar Application Server (ICAS1) ermöglicht ein hohes Maß an Fahrzeugvernetzung für die neuen Elektrofahrzeuge der ID-Modellreihe von VW, zum Beispiel eine schnelle und sichere Installation von Sicherheitsupdates via Funkverbindung. Bis 2022 rechnet Continental mit mehr als zehn weiteren Projekten.

Die Bewältigung komplexer Fahrszenarien ist eine der größten Herausforderungen auf dem Weg zur autonomen Mobilität.

Hier finden Sie eine weitere Pressemitteilung mit zusätzlichen technischen Erläuterungen zum Supercomputer und seinen Einsatzgebieten in der Entwicklung bei Continental.

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