Pressemeldung
08. Oktober 2020

Continental Hamburg – Technologie für die Mobilität der Zukunft

  • Standortausrichtung: Lösungen für die Mobilität der Zukunft auf und abseits der Straße
  • Digitalisierung: Smarte Lösungen erweitern Kautschuk- und Kunststoffkompetenz um eine digitale Komponente und schaffen Ausgangsbasis für neue digitale Geschäftsmodelle
  • Werkstoffkompetenz: Im Kunststoffkompetenzzentrum werden neue Schlauchlösungen für Elektrofahrzeuge entwickelt und erprobt
  • Aus Hamburg für Hamburg: Luftfedersysteme für mehr Komfort in Hamburger Hochbahn
  • Weiterbildung: Qualifizierungsprogramm zum staatlich anerkannten Berufsabschluss des Verfahrensmechanikers für Kunststoff- und Kautschuktechnik für an- und ungelernte Mitarbeiter
  • Traditionsreich: Produktion von Kautschukmischungen ist integraler Bestandteil des Werkes

Hamburg, 8. Oktober 2020. Das Technologieunternehmen Continental baut den Produktionsstandort Hamburg-Harburg kontinuierlich zu einem Tech-Campus mit verschiedenen Geschäftseinheiten aus. Produkte wie fahrkomfortsteigernde Luftfedern für die Hamburger Hochbahn, die Einrichtung eines Weiterbildungsinstituts für an- und ungelernte Mitarbeiter, ein Zentrum für Innovation und Digitalisierung oder ein modernes Kunststoffkompetenzzentrum stehen exemplarisch für den Wandel. „Durch kontinuierliche Investitionen und zukunftsorientierte Ausrichtung hat sich das Werkgelände vom einstigen Kautschukverarbeiter zu einem Standort entwickelt, an dem Lösungen für die Mobilität der Zukunft auf und abseits der Straße konzipiert und produziert werden“, erklärt Dr. Peter Scholtissek, der den Harburger Standort leitet.

Kombination von Werkstoffkompetenz und digitalen Komponenten

Das Unternehmen versteht sich als partnerschaftlicher und verlässlicher Teil des Hamburger Unternehmensnetzwerkes, dessen Arbeit eng mit dem Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Hamburg, insbesondere der Wissens- und Technologietransfergesellschaft Tutech, der Technischen Universität Hamburg sowie weiteren Hochschulen in Deutschland vernetzt ist. In diesem Zusammenhang bietet das Technologieunternehmen Studierenden die Möglichkeit, in der sogenannten Makers Garage Konzepte für zukunftsorientierte Entwicklungen und Trends gemeinsam mit Fachleuten von Continental auf ihr Potenzial und ihre Umsetzbarkeit zu prüfen. Diese Projekte ermöglichen es Nachwuchsingenieuren und Softwareentwicklern, theoretisches Wissen in der Praxis anzuwenden, in internationalen Teams zu arbeiten sowie Kontakte zu Start-ups zu knüpfen – ein Karrieresprungbrett für den Berufseinstieg bei Continental.

Der neue Bereich unterstützt das Industriegeschäft von Continental bei der Planung und Umsetzung digitaler „smarter“ Projekte – insbesondere Anwendungen in den Bereichen Internet of Things oder cloudbasierte App-Entwicklungen stehen im Fokus. Das Ziel ist die Entwicklung von Lösungen, die die bisherigen kautschuk- und kunststoffbasierten Produkte um eine digitale Komponente erweitern und die Basis für neue digitale Geschäftsmodelle schaffen. Künftig werden alle globalen Innovations- und Digitalisierungsaktivitäten des Geschäftsfeldes ContiTech vom neuen Innovationszentrum in Hamburg aus koordiniert.

Beispielhaft für so eine Entwicklung, die auch von den Hamburger Digital-Experten unterstützt wurde, ist Fleetmatch. Die Web- und App-basierte Lösung bringt qualifizierte Berufskraftfahrer und Flottenbetreiber zusammen und gibt den Fahrern eine starke Stimme, indem sie Verladerampen einfach und schnell bewerten können. So wirkt Fleetmatch zwei Herausforderungen der Logistikbranche entgegen: fehlenden Berufskraftfahrern am Markt und dem weit verbreiteten Mangel an Wertschätzung für diese Berufsgruppe.

Neues Kunststoffkompetenzzentrum entwickelt Leitungssysteme für Elektrofahrzeuge

Neben neu geschaffenen Kapazitäten investiert Continental in eine weitere werkstoffbezogene Kompetenz neben der Kautschukverarbeitung. Für das in Hamburg-Harburg entstandene Kunststoffkompetenzzentrum, in dem leistungsfähige Schlauchleitungen für Elektrofahrzeuge entwickelt und erprobt werden, wurden 2,2 Mio. Euro investiert. In der Automobilindustrie wächst der Bedarf an technischen Hochleistungswerkstoffen wie Kunststoff. Die Schlauchleitungen werden in modernen Fahrzeugen für das Thermomanagement, also die gezielte Heizung und Kühlung von Komponenten wie Batterien oder Elektromotoren, benötigt. Effizienz und Reichweite lassen sich so deutlich erhöhen. Der Standort in Hamburg übernimmt in dieser Funktion die zentrale Produktentwicklung für alle Produktionswerke weltweit.

Luftfedersysteme für mehr Komfort in der Hamburger Hochbahn

Doch Mobilität der Zukunft meint nicht nur Fortbewegung auf der Straße, auch der Personenverkehr auf der Schiene wird zukünftig an Bedeutung gewinnen. Die DT5-Züge der Hamburger Hochbahn fahren mit Luftfedersystemen von Continental. Die Zusatzfeder, eine relevante Komponente des Luftfedersystems, wird am Standort Hamburg gefertigt – die Gummimischung dafür wird ebenfalls an dem hanseatischen Traditionsstandort produziert. Zudem können die Federsysteme auf Kundenwunsch im unternehmenseigenen Wartungszentrum wiederaufgearbeitet werden. Für die Vorbereitung der Metall-Gummi-Elemente ist 2019 eine neue Maschine angeschafft worden. Diese kombiniert verschiedene Fertigungsschritte in einer Anlage und steigert somit Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit.

Weiterbildung für die Fachkräfte von morgen

Am Standort Hamburg investiert Continental nicht nur in Maschinen, sondern auch in Menschen: Das Technologieunternehmen bietet un- und angelernten Mitarbeitern eine schrittweise Qualifizierung zum staatlich anerkannten Berufsabschluss des Verfahrensmechanikers für Kunststoff- und Kautschuktechnik an. Mit diesem Weiterbildungsangebot des 2019 gegründeten „Continental Institute of Technology and Transformation“ (CITT) komplettiert der Standort sein Paket für die Mitarbeiterqualifizierung, zu dem auch Maßnahmen zur Integration von Langzeitarbeitslosen sowie zur Berufsorientierung junger Menschen gehören.

Kautschuk ist aus Alltag nicht wegzudenken

„Auch wenn das Hamburger Werk sich zu einem divers aufgestellten und zukunftsorientierten Technologiestandort transformiert, bleibt die traditionsreiche Produktion von Kautschukmischungen integraler Bestandteil des Werkgeländes“, sagt Scholtissek. Kautschuk hält die moderne Welt in Bewegung und ist der Schlüssel zu wegweisenden Entwicklungen und technischen Innovationen. In nahezu jedem Wirtschaftszweig und Bereichen des alltäglichen Lebens arbeitet und funktioniert dieser einzigartige Werkstoff – ob als Antriebsriemen in Waschmaschinen, als Pkw- oder Fahrradreifen oder Fördergurt für den Transport von Abraum bei großen Infrastrukturprojekten. Zugleich gestaltet der Continental-Standort Hamburg mit seinen innovativen Clustern und smarten Lösungen den Strukturwandel zur Industrie 4.0 mit und sorgt für qualifizierte Fachkräfte.

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