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Pressemeldung
30. Juni 2020

Sicherheit als Nachrüstlösung: Continental bringt Abbiegeassistenten für Nutzfahrzeuge auf den Markt

  • Radfahrer und Fußgänger werden durch Großserien-Radartechnologie zuverlässig erkannt
  • Zuschuss vom Verkehrsminister: System ist BMVI-förderfähig
  • Werkstätten können System einfach und schnell einbauen

 

Frankfurt, 30. Juni 2020. Das Technologieunternehmen Continental hat einen radarbasierten Abbiegeassistenten entwickelt, mit dem Flottenbetreiber schwere Nutzfahrzeuge in ihren Fuhrparks einfach nachrüsten können. RightViu verfügt über die Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) und erfüllt damit eine wichtige Bedingung für die finanzielle Förderung mit öffentlichen Mitteln. RightViu ist ab dem Sommer 2020 verfügbar und kann über den Fachhandel bestellt werden. Als bislang einziger Anbieter setzt Continental dabei auf eine ausschließlich radarbasierte Lösung, die auch eine Erkennung und Klassifizierung von Radfahrern und Fußgängern vornimmt.

„Die Sicherheit von schwächeren Verkehrsteilnehmern zu erhöhen ist eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe“, sagt Gilles Mabire, Leiter des Geschäftsbereichs Commercial Vehicles & Services. „Unfälle beim Rechtsabbiegen von Lkw sind dabei besonders im Fokus, weil sie oft schwerwiegend sind. Wir bei Continental sind uns dabei, ganz im Sinne unserer ‚Vision Zero‘, der Verantwortung bewusst und bringen mit unserer radarbasierten Lösung ein ausgereiftes System auf den Markt.“​​​​​​​

Sicheres Erfassen mit bewährter Radartechnologie

„Wir sind überzeugt, dass unsere Lösung am besten geeignet ist, um Radfahrer im toten Winkel sicher zu erkennen, sie von anderen Objekten zu unterscheiden und so folgenschwere Unfälle zu vermeiden. Denn anders als bei kamera- oder ultraschallbasierten Systemen erkennt die Sensorik, ob es sich tatsächlich um einen Radfahrer oder Fußgänger handelt“, sagt Georg Kliewer, Leiter des Bereichs Spezialfahrzeuge Aftermarket bei Continental. „Das Paket zeichnet sich darüber hinaus dadurch aus, dass es leicht zu verbauen ist.“

Continental entwickelt auch für leichte Nutzfahrzeuge radarbasierte Lösung

RightViu lässt sich schnell und mit nur geringen Eingriffen am Fahrzeug anbringen und benötigt kein Display in der Kabine. Befestigt wird der Radar am Rückspiegel, so müssen keine Bohrungen in die Fahrzeugkarosserie vorgenommen werden. Das System nutzt den im Fahrzeug vorhandenen CAN-Bus. Zeitintensive Arbeiten wie das nachträgliche Ziehen von Kabeln in der Kabine entfallen. Einzige Voraussetzung: Damit der Erfassungsbereich des Radars zur Aufgabe passt, muss dieser in mindestens zwei Metern Höhe angebracht werden – eine Bedingung, die bei nahezu allen Bussen und schweren Lkw erfüllt ist. Aktuell arbeiten die Entwickler bei Continental an einer Lösung für leichte Nutzfahrzeuge, die ebenfalls auf Radartechnologie basieren wird.

Minimale Ablenkung: Der Fahrer wird entlastet

Die Warnstrategie folgt dem Grundsatz von Continental, den Fahrer von der Informationsflut in der Kabine zu entlasten und ihm stets die richtige Information zur richtigen Zeit bereitzustellen. „Wir haben uns bewusst gegen den zusätzlichen Einsatz von Displays entschieden. Der Fahrer erhält ein klares Warnsignal, das seine Aufmerksamkeit auf die Gefahrensituation lenkt, so dass Kollisionsgefahren frühzeitig erkannt werden können“, erklärt Georg Kliewer. „Die zusätzliche Information per Displaybild, wo sich die Person befindet, ist in diesem Moment ganz häufig gar nicht relevant.“ Falls dennoch eine bildliche Darstellung auf einem Monitor gewünscht wird, bietet Continental auch diese Option an.

Infolink: Förderprogramm Abbiegeassistenten

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