02. Juni 2014

Assessment Center für Direkteinstieg und Trainee Programm

Vor dem Assessment Center

In meinem letzten Blogeintrag habe ich ja schon über den Bewerbungsprozess berichtet. Da ich vorher noch nie an einem Assessment Center teilgenommen habe und dementsprechend sehr aufgeregt war, möchte ich hier noch einmal etwas genauer über das AC berichten. Vielleicht nimmt es ja dem einen oder anderen zumindest einen Teil der Aufregung!  

Das Assessment Center wird mittlerweile nicht mehr nur für die Traineestellen sondern auch für die Direkteinstiege in der Reifenentwicklung (zumindest bei Absolventen) durchgeführt. Dadurch möchte die Conti die Bewerber besser kennenlernen und herausfinden ob sie zum Unternehmen passen. Das Assessment Center findet auf Englisch statt, da bei der Reifenentwicklung größtenteils englisch gesprochen wird und die verschiedenen Bewerber auch nicht zwingend deutsch sprechen.

Am Tag vor dem eigentlichen Assessment Center findet eine Einführungsveranstaltung statt (in der nicht geprüft wird!). Diese heißt „Conti at a glance“. Bei dieser Gelegenheit habe ich die anderen vier Bewerber kennengelernt, die sich alle für das Explore Tires Trainee Programm beworben haben. Darunter waren zwei Bewerber, die aus Indien kommen und in Schweden studieren, einer aus Portugal und einer aus Deutschland. Ich, ebenfalls aus Deutschland, habe mich als einzige für einen Direkteinstieg beworben. Wir haben Vorträge von Mitarbeitern gehört, die uns ihre Entwicklung bei der Conti und ihr Arbeitsfeld vorgestellt haben. Viele haben gemeinsam, dass sie immer wieder mal die Abteilung gewechselt haben um sich weiterzuentwickeln aber der Conti schon lange treu sind. Dann haben wir einen Überblick über den nächsten Tag bekommen. Zum Abschluss sind wir abends mit einem ehemaligen und zwei aktuellen Trainees essen gegangen. Da konnten wir nochmal alle „blöden“ Fragen stellen – zum Assessment Center und zu ihren Erfahrungen bei der Conti. Ist für Essen gesorgt? Ja. Gibt es auch fiese Aufgaben? Nein. Habt ihr noch einen letzten Tipp für das AC? Seid ihr selbst und geht vorher früh schlafen. Aber auch: Wie gefällt euch Hannover? Gut. Wie versteht ihr euch mit den anderen Trainees? Wie eine Familie. Verdienen Trainees das gleiche wie Direkteinsteiger? Ja.

 

Während des Assessment Centers

So, nun zum eigentlichen AC. Das AC fing bei uns am nächsten Tag um 8 Uhr an. Wir wurden in einen Bereich auf dem Firmengelände gebracht, in dem mehrere Räume für den Tag reserviert waren. Essen und Getränke standen auch schon bereit, bei denen wir uns immer bedienen konnten. Zusätzlich hing eine Agenda aus, auf der stand welche Aufgaben uns erwarten würden. Das waren im Grunde typische AC Aufgaben. Zuerst sollten wir uns kurz selbst vorstellen, außerdem gab es eine Gruppendiskussion zu einem vorgegebenen Thema sowie weitere Einzel- und Gruppenaufgaben. Dabei wurden wir von vier Beobachtern bewertet. Zusätzlich war eine Moderatorin anwesend, die uns jeweils die Aufgaben erklärt hat und eine Person, die uns durch den Tag begleitet hat.

Die Aufgaben waren alle ein wenig auf die Conti zurechtgeschnitten und insgesamt machbar, jedoch ist man sich schon bewusst, beobachtet und geprüft zu werden. Die Beobachter sind angehalten keine Reaktionen zu zeigen um einen nicht zu beeinflussen. Das kann teilweise irritierend sein.

Zwischen den einzelnen Aufgaben sind immer wieder Pausen in denen man entspannen und etwas essen kann. Ich war jedoch fast zu aufgeregt dazu. Schade, denn das Essen war echt gut! In unseren Pausen haben die Beobachter uns in den einzelnen Aufgaben bewertet. Nach dem Mittagessen haben wir Bewerber einen Vortrag zur Reifenprüfung gehört, während die Beobachter die erste Entscheidung getroffen haben. Wir wurden dann einzeln herausgebeten und haben das Ergebnis erfahren. Im positiven Fall fand direkt im Anschluss noch ein Bewerbungsgespräch statt. Bei einer Absage wurde detailliertes Feedback zu den einzelnen Aufgaben gegeben.

Das Bewerbungsgespräch war sehr angenehm. Ich sollte mich unter anderem in den einzelnen Aufgaben des AC selbst einschätzen. Ansonsten war es wie ein typisches Bewerbungsgespräch, mit Fragen zu meinen Stärken und Schwächen und wie ich mich in bestimmten Situationen verhalten würde.

Nach dem Assessment Center

Danach war das AC auch schon vorbei. Es war ein anstrengender aber auch aufregender Tag. Am nächsten Tag habe ich dann einen Anruf bekommen. „Wir würden uns freuen sie als Mitarbeiter zu begrüßen“ Jippeah! Zusätzlich habe ich auch Feedback zu den einzelnen Aufgaben des AC bekommen. Das war sehr interessant und hilfreich. Denn wie man von anderen Personen wahrgenommen wird und was denen an einem auffällt erfährt man nicht oft.

Gut am AC fand ich, dass immer klar war auf was geachtet wird. Die Aufgabenstellungen waren eindeutig und uns wurde erklärt auf welche Eigenschaften die Conti Wert legt: Internationalität, Teamfähigkeit, Eigeninitiative, Motivation, Professionalität… Trotzdem hilft es nicht sich zu verstellen. Das merken die Prüfer schnell. Ebenfalls positiv war die Info, dass wir, die Bewerber,  nicht gegeneinander kämpfen, sondern es theoretisch sein könnte, dass alle oder keiner am Ende genommen wird. So haben wir als Team gut zusammen gearbeitet.

Nun freue ich mich darauf bald in einem motivierten, professionellen, internationalen Team zu arbeiten, wenn alle Mitarbeiter nach diesen Kriterien ausgewählt werden.:-)

Dieser Artikel wurde von unserem Mitarbeiter geschrieben.

Viktoria Werner

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