12. Dezember 2019

Können Ingenieure Architekten sein?

Hallo! Mein Name ist Efe ich arbeite als Funktionaler Architekt in der Organisation Driving Functions der BU ADAS.

Nach meinem Abitur habe ich mich für ein Studium der Elektro- und Informationstechnik mit dem Schwerpunkt Energie- und Automatisierungstechnik an der Frankfurt UAS entschieden. Zukunftsweisende Technologien waren immer ein Themenfeld, welches mich begeistert hat. Nachdem ich meine Prüfungen absolviert hatte und nur noch meine Thesis bevorstand, wollte ich einen Einblick in die Industrie und die Arbeitsweise eines Ingenieurs im täglichen Betrieb erhalten. Auf der Suche nach einem Praktikum bin ich auf einen Automobilzulieferer im Raum Heilbronn aufmerksam geworden. Ich wurde Teil des Antiblockiersystem(ABS)-  und durfte als Praktikant meine ersten Erfahrungen in der Entwicklung und Applikation des ABS-Systems erhalten. Das ABS ist ein Bremsregelsystem welches im Fall einer Bremsung das Blockieren der Räder verhindert. Durch das erfolgreiche Praktikum habe ich mich für eine Thesis in derselben Gruppe empfehlen können. Ein sehr innovatives und interessantes Thema im Bereich der ABS  . Die Aufgabe war es einen robusten ABS Parametersatz zu entwickeln welcher Kunden- und Fahrzeugunabhängig für den Applikationsstart genutzt werden kann und somit zu Einsparungen und Effizienz beiträgt.

Es ist nicht oft der Fall, dass man bereits nach dem ersten Praktikum weiß in welchem Bereich man seine Zukunft sieht. Mir war jedoch direkt klar, dass durch meinen erfolgreichen Abschluss meine berufliche Zukunft im Bereich Automotive liegen soll. Mein erster Job nach dem Studium war als Requirements Engineer in Rüsselsheim am Main. Hierbei unterstützte ich als Dienstleister einen  in Bezug auf die Erstellung und Pflege von Anforderungen rund ums automatisierte Parken.

Seit Mai 2018 arbeite ich bei Continental Industry. In meiner Tätigkeit als Funktionaler Architekt, stelle ich die Funktion des Notbremsassistenten mit all seinen logischen Komponenten dar. Damit gewährleiste ich, dass später im Fahrzeug die gesamte Wirkkette Sense-Plan-Act funktioniert. Hierbei ist es wichtig alle beteiligten Komponenten mit den Experten abzustimmen, zu beschreiben und zu dokumentieren. Große Freude an meiner Arbeit bereitet mir, dass die Funktionen, an denen ich arbeite von verschiedensten OEMs gekauft und somit zu einem bestimmten Zeitpunkt auf der Straße wiederzufinden sind.

Wir bei Driving Functions entwickeln Fahrerassistenzsysteme, die uns sicher und komfortabel durch den alltäglichen Verkehr begleiten. Somit ist das Thema nicht nur interessant für uns Entwickler, sondern auch für alle Verkehrsteilnehmer. Ein weiterer wichtiger Faktor ist, dass in den nächsten Jahren der Notbremsassistent in Europa verpflichtend für jedes neu zugelassene Fahrzeug sein wird. Dies wird zu vielen neuen und spannenden Aufgaben sowie Projekten in unserem Bereich führen.

Was ich besonders an Continental schätze ist die Work Life Balance und das offene Ohr meiner Vorgesetzten für jede Lebenslage und Situation. Das verschafft mir ein Arbeitsklima, das mich sehr motiviert, wodurch ich es schaffe immer wieder Höchstleistungen zu erbringen. Ich bin stolz darauf an den Trendthemen des assistierten und automatisierten Fahrens mitzuwirken und freue mich, dass das Ergebnis meiner geleisteten Arbeit dabei hilft.

Dieser Artikel wurde von unserem Mitarbeiter geschrieben.

Efe Fatih Selvi

Functional Architect in the organization Driving Functions of the BU ADAS

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