My Sabbatical - Road Trip With my Van Through Norway
24. Februar 2020

Mein Sabbatical – Roadtrip mit dem Bulli durch Norwegen

Die Vorbereitungen

Als ich mir 2017 einen Bulli zulegte, begann ich direkt damit diesen selbst auszubauen. Eine kleine Küche, ein Bett und einen Kleiderschrank im Wageninneren und draußen einen Dachträger, auf dem ich mein Kajak, meine Dachbox und ein Solarpanel montieren konnte. Somit würde ich komfortabel und autak reisen können.Nach unzähligen Arbeitsstunden war der Bulli abfahrbereit, die Route hatte ich auch schon grob geplant – Jetzt fehlte eigentlich nur noch Eins: Zeit zum Reisen.

Ich bin unendlich dankbar, dass mir die Möglichkeit gegeben wurde ein Sabbatical zu nehmen.

Die Reise

Lange hatte ich den Traum einmal die Lofoten auf eigener Achse zu bereisen. Aber ohne Zeitdruck, denn allein der Weg dorthin würde mit dem Bulli lange dauern und ich wollte alles in Ruhe erkunden können.

Juni 2019 -> Abfahrt Richtung Norden: Von Dänemark aus bin ich dann mit meinem fahrenden Zuhause auf der Fähre nach Stavanger unterwegs. Durch Fjord-Norwegen geht es immer weiter gen Norden zu meinem geografisch nördlichsten Punkt Andenes, einer kleinen Stadt oberhalb der Lofoten. Endlich war es soweit. Die nächsten zwei Wochen begleitet mich meine Freundin, die ihren kompletten Sommerurlaub dafür genommen hat. Sie musste von Hannover nach Zürich, weiter nach Oslo von dort nach Bodo mit dem Flugzeug. Wie verrückt ist diese Verbindung bitte?!?

Die Lofoten, Norwegen

Es gibt viel zu entdecken, deshalb haben wir uns einen Plan gemacht. In Andenes starten wir mit einem unfassbaren Stellplatz direkt am Strand und sehen einen Pottwal auf einer Whale-Safari. Weiter geht es zum Djevelsporten, einem eingeklemmten Felsbrocken in 500m Höhe. Auf den Straßen geht es vorbei an wunderschönen kleinen Fischerdörfern mit roten und gelben Holzhäusern in Hennigsvaer und in Nusfjord. Oft sieht man Kabeljau, der an Holzgerüsten zum Trocknen hängt – ein herrlicher Geruch, nicht. Die Brücken, welche die einzelnen Inseln der Lofoten verbinden sind gute Angelstellen. Es gibt also oft frisch gefangenen Fisch zum Abendessen, direkt auf dem Lagerfeuer gebraten.

Um den Kvalivka Beach zu erreichen, muss man eine ca. zweistündige Wanderung auf sich nehmen. Wir packen unsere Wanderrucksäcke mit Zelt, Schlafsack und Essen und verbringen dort die Nacht. Das war unser persönliches Highlight! Ein Paradies abseits der Straße.

Haukland-Beach – manchmal wissen wir nicht genau, ob wir wirklich in Norwegen oder doch in der Karibik sind. Weißer Sandstrand, glasklares türkises Meer, aus dem steil die Berge ragen, das Wasser aus Flüssen und Seen mit Trinkwasserqualität und voller Fisch – und das alles auf einem Fleck.

Richtung Süden

Nachdem ich meine Freundin am Flughafen in Bodo absetze, geht für mich die Reise wieder alleine weiter. In Trondheim habe ich einen Waschsalon rausgesucht und meine Wäscheberge gewaschen. Trocknen musste ich sie dann an einer lustigen Wäscheleinenkonstruktion im Bulli, denn natürlich hat es den Nachmittag angefangen zu regnen. Die nächsten Tage verbringe ich am Nærøyfjord, den ich mit meinem gelben Kajak runterpaddele. Umgeben von bis zu 1400m hohen Bergen schlage ich mein Zelt auf und verbringe hier die Nacht am Lagerfeuer mit frisch gefangenem Fisch. Ein weiteres Highlight meines Roadtrips.

Langsam nähere ich mich Kristiansand, der Fähre und dem Ende meines Abenteuers.

Fazit

 

Es ist nicht einfach für mich alle Eindrücke zusammenzufassen. Was ich auf jeden Fall sagen kann ist, dass der Spruch „Der Weg ist das Ziel“ meine Reise sehr gut beschreibt. Es ist verrückt, mit wie wenig man auskommen kann und wie sich der Tag strukturiert, wenn man so lange unterwegs ist. Norwegen ist ein traumhaft schönes & vielfältiges Land. Ich bin sehr froh, dass mir die Möglichkeit gegeben wurde, mir meinen Traum zu erfüllen und ich anschließend in meine alte Position in der lokalen IT in Hannover problemlos wieder einsteigen konnte.

Youtube Video: https://youtu.be/PKvLMlY-1Os

Dieser Artikel wurde von unserem Mitarbeiter geschrieben.