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24. Oktober 2016

Mutter von Drillingen und Führungskraft. Geht das?

Multitasking, Stressresistenz, Improvisationstalent – diese Fähigkeiten zeichnen mich meiner Meinung nach aus. Als Leiterin Central Controlling der Powertrain-Business Unit Fuel & Exhaust Management am Standort Dortmund bin ich nach Rückkehr aus der Elternzeit im Oktober 2016 für ein Team von vier Mitarbeitern in Dortmund und zwei Mitarbeitern in Timisoara zuständig. Überstunden zu machen und flexibel zu arbeiten war für mich in der Vergangenheit, bevor ich Kinder bekommen habe, kein Problem. Ich liebe meinen Beruf und entsprechend motiviert bin ich.

Meine zupackende Art kommt mir jetzt in einem ganz anderen Bereich des Lebens zugute. Seit dem 2. Dezember 2015 sind mein Mann Marcus (ebenfalls für Continental in Dortmund tätig) und ich Eltern von Drillingen. Die Wahrscheinlichkeit für eine Drillingsgeburt liegt bei unter 0,1 Prozent. Charlotte, Elisabeth und Marlene sind bereits in der 27. Schwangerschaftswoche geboren und seit März wohlbehalten zuhause.

Doch bis dahin war es ein weiter Weg. Meine Frühchen waren bei ihrer Geburt 30 Zentimetern groß und wogen zarte 630 bis 700 Gramm. Sie lagen zwei Monate auf der Intensiv- und einen weiteren Monat auf der Frühgeborenenstation, mussten künstlich ernährt und beatmet werden. Es war eine Zeit des Bangens. Wir waren fürchterlich angespannt.

Inzwischen haben sich die Kleinen prächtig entwickelt – und mich hat die Sehnsucht nach meinem Job gepackt. Seit August haben wir Unterstützung von einer Tagesmutter, ab Oktober will ich dann wieder arbeiten, 30 Wochen­stunden vorerst. Dass das ein ehrgeiziges Unterfangen ist, darüber bin ich mir im Klaren. Doch Herausforderungen anzunehmen reizt mich. Und so bin ich zuversichtlich, dass ich Job und Kinder unter einen Hut bekomme. Es wird nicht leicht, aber ich möchte meinen alten Job wieder haben, angepasst auf meine neue Lebenssituation.

Am wichtigsten war, dass mein Chef und ich uns Zeit genommen haben und einen Plan gemacht haben wie meine Arbeit nach der Rückkehr zum Job gestaltet werden kann. Ich kann nicht mehr so viel arbeiten und so flexibel sein wie in der Vergangenheit. Es musste also geklärt werden, wer Teilaufgaben übernimmt, wer einspringt, wenn ich nicht da bin, wer späte Termine übernimmt.

Ich will Leistung bringen – so wie früher. Ich weiß aber auch, dass es mir ohne tatkräftige Unterstützung kaum gelingen wird, eine Führungsrolle auszufüllen und drei kleinen Kindern eine gute Mutter zu sein. Ich vertraue dabei auf Continental als Arbeitgeber. Ich bin für ein fortschrittliches Unternehmen tätig. Ich hoffe, dass Dinge, wie Homeoffice oder flexible Arbeitszeitmodelle möglich sind. Wer weiß, vielleicht gibt es ja am Standort Dortmund eines Tages auch einen Betriebskindergarten :-). Nicht nur für unsere Drei. Wir haben so viele Kinder am Standort. Das wäre wirklich prima.

Dieser Artikel wurde von unserem Mitarbeiter geschrieben.

Kathrin Spusta

Head of Central Controlling