Nachhaltig gegen Plastikmüll

Nachhaltig zu wirtschaften und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, ist für Continental selbstverständlich und seit Langem fester Bestandteil der Umweltstrategie 2020. Dazu gehört auch, die eigenen Prozesse immer wieder auf den Prüfstand zu stellen und nach Verbesserungsmöglichkeiten zu suchen. Während dabei in den vergangenen Jahren vor allem der Klimaschutz und die Energieeffizienz im Vordergrund standen, werden nun zusätzliche Anstrengungen im Bereich der Abfallwirtschaft unternommen.

So wurde Mitte 2017 ein kleines, interdisziplinäres Projektteam beauftragt, nach Verbesserungsmöglichkeiten in der Abfallwirtschaft zu suchen, insbesondere mit dem Ziel, den Plastikabfall im Unternehmen zu reduzieren. Dafür starteten im Februar 2018 zwei wegweisende Initiativen.

Plastikfreie Kantinen

Wiederverwendbares Geschirr ist in den Kantinen noch nicht überall Standard. Auch in Continental-Kantinen kommt noch immer viel zu häufig Einweggeschirr aus Plastik und Styropor zum Einsatz. Dies soll sich nun schrittweise ändern. Ziel dieser Initiative ist insbesondere die generelle Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für das Thema.

Die Initiative beinhaltet zwei Maßnahmen: Zum einen sollen weltweit verbindliche Standards für alle Kantinen-Neubauten eingeführt werden. Zum anderen sollen ältere Kantinen so modernisiert werden, dass auch dort zukünftig auf Einweggeschirr verzichtet werden kann.

Darüber hinaus ist die Nutzung von wiederverwendbarem Geschirr und Besteck ist seit Jahresbeginn als Kriterium für die Verleihung des internen „Green Plant Label“, einer Umweltzertifizierung für Standorte, aufgenommen.

Optimierung der Abfallwirtschaft in der Produktion

Auch in der Produktion fallen täglich große Mengen Plastik als Teil der Gesamtabfallmenge an. Je nach Standort und Land werden diese Abfälle und mit ihnen das Plastik einem fachgerechten Recyclingprozess zugeführt. So liegen die Recyclingquoten der Continental-Werke aktuell zwischen 65% und 100%. Diese Spannbreite zeigt, dass in der Abfallwirtschaft noch viel Potenzial für den ressourcenschonenden Umgang mit Wertstoffen steckt. Ziel ist es, möglichst alle anfallenden Plastikabfälle zu erfassen und dem Recycling zuzuführen. Bis 2020 soll die Recyclingquote unternehmensweit bei 90% liegen.

Die erarbeiteten Maßnahmen haben nicht nur ökologische, sondern auch wirtschaftliche Vorteile. Durch eine verbesserte Getrenntsammlung sowie Änderungen in der Materialauswahl von Verpackungen ist eine bessere Vermarktung der Abfälle möglich. Dies führt zu Einsparungen für die Standorte.

An zehn Pilotstandorten in Deutschland, Nordamerika, China, Tschechien und Südafrika wurde Potenzialanalysen erfolgreich abgeschlossen. Der weltweite Rollout neuer Standards hat bereits begonnen und soll an allen Standorten zu deutlichen Verbesserungen führen.

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