Nachhaltig gegen Plastik

Nachhaltig gegen Plastikmüll

Interne Initiativen für mehr Nachhaltigkeit und gegen Plastikmüll

Nachhaltig zu wirtschaften und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, ist für Continental selbstverständlich und seit langem fester Bestandteil der Umweltstrategie 2020. Dazu gehört auch, die eigenen Prozesse immer wieder auf den Prüfstand zu stellen und nach Optimierungsmöglichkeiten zu suchen. Während in den vergangenen Jahren in diesem Sinne vor allem der Klimaschutz und die Energieeffizienz im Vordergrund standen, sollen nun zusätzliche Anstrengungen im Bereich der Abfallwirtschaft unternommen werden

So wurde Mitte 2017 ein kleines, interdisziplinäres Projektteam beauftragt, nach Verbesserungsmöglichkeiten in der Abfallwirtschaft zu suchen, insbesondere mit dem Ziel, den Plastikmüll im Unternehmen zu reduzieren. Dafür wurden im Februar zwei wegweisende Initiativen gestartet.

 

Erste Initiative: Plastikfreie Kantinen

Wiederverwendbares Geschirr ist in den Kantinen noch längst nicht überall Standard. Auch in Continental-Kantinen kommt noch immer viel zu häufig Einweggeschirr aus Plastik zum Einsatz. Dies soll sich nun sukzessive ändern. Ziel dieser Initiative ist insbesondere die generelle Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für das Thema.

Zum einen sollen weltweit verbindliche Standards für alle Kantinen-Neubauten eingeführt werden. Und zum anderen sollen ältere Kantinen so modernisiert werden, dass auch dort zukünftig auf Einweggeschirr verzichtet werden kann.

Die Nutzung von wiederverwendbarem Geschirr und Besteck ist seit Jahresbeginn zudem als Kriterium für die Verleihung des internen „Green Plant Label“, einer Umweltzertifizierung für Standorte, aufgenommen.

Bis zum zweiten Quartal 2019 soll die schrittweise Umstellung aller sogenannten CEP-Werke (Central Electronic Plants) und Automotive-Werke erfolgen, die gegenwärtig noch Einweggeschirr nutzen. In 20 CEP-Werken werden die Kantinen noch dieses Jahr plastikfrei.

Zweite Initiative: Optimierung der Abfallwirtschaft in der Produktion

Auch in der Produktion fallen täglich große Mengen Plastik als Teil der Gesamtabfallmenge an. Je nach Standort und Land werden diese Abfälle und mit ihnen auch das Plastik einem fachgerechten Recyclingprozess zugeführt. So liegen die Recyclingquoten der Continental-Werke aktuell zwischen 15 und 100 Prozent. Das ist eine sehr große Spannbreite, die aber vor allem beweist, dass in der Abfallwirtschaft noch viel Potenzial für den ressourcenschonenden Umgang mit Werk- und Wertstoffen steckt. Ziel ist es, möglichst alle anfallenden Plastikabfälle zu erfassen und dem Recycling zuzuführen. Bis 2020 soll die Recyclingquote unternehmensweit bei 90 Prozent liegen.

Die erarbeiteten Maßnahmen haben nicht nur ökologische, sondern auch wirtschaftliche Vorteile. Zum Beispiel führt fehlendes Recycling in der Produktion zur fahrlässigen Entsorgung von Ressourcen. Die Wiederverwendung dieser Materialien und Stoffe bedeutet Einsparungen für die Standorte.

An zehn Pilotstandorten in Deutschland, Nordamerika, China, Tschechien und Südafrika hat die Phase der Potenzialanalyse begonnen. Einer der Pilotstandorte Bebra (Deutschland) konnte bereits zeigen, dass die Verbesserungsmaßnahmen nicht nur erfolgreich umgesetzt werden können, sondern auch Kosten in der Produktion gesenkt werden können.