Pressemeldung
14. April 2021

Rundum-Sicherheit: Neue Radarsensoren für 360-Grad-Abdeckung mit höherer Reichweite von Continental

  • Sechste Generation als Systembaukasten angelegt: weniger Komplexität ermöglicht Aufwand- und Kosteneinsparungspotenziale bei gleichzeitiger Performancesteigerung.
  • Bessere Objekterkennung dank höherer Auflösung, Reichweite, Verfügbarkeit und Empfindlichkeit.
  • Surround Radar speziell für die 360 Grad-Umfelderfassung mit einer Reichweite von rund 200 Metern konzipiert.
  • Fernbereichsradar deckt vorausschauende Anwendungen für NCAP-Anforderungen bis hin zu automatisierten Fahrfunktionen ab.

Frankfurt am Main, 14. April 2021. Für Continental sind Radarsensoren eine inzwischen über 20-jährige Erfolgsgeschichte. Über 100 Millionen Radarsensoren hat das Technologieunternehmen inzwischen insgesamt weltweit in den Markt gebracht. Und die Entwicklung geht weiter: Auf der Auto Shanghai stellt Continental die sechste Generation von Fernbereichsradar und Surround Radar vor. Der Produktionsanlauf ist für das Jahr 2023 geplant, erste Kundenaufträge sind bereits gewonnen. Beide Radarsensoren teilen sich eine Soft- und Hardware-Plattform, was zu einer Reduktion der Komplexität und somit einer Kostenersparnis führt. Auch werden Test- und Entwicklungsaufwände auf Kundenseite reduziert. Die Performance wird im Vergleich zur fünften Generation nochmal deutlich gesteigert. Als skalierbare Lösung decken die Radare verschiedene Anwendungen ab: Von Euro NCAP-Anforderungen in einer Einstiegsvariante bis hin zur Umsetzung von Funktionen für höhere Automatisierungsgrade wie automatisierte Spurwechsel in einer Premiumvariante. Mit den Sensoren lassen sich auch die Vorgaben der General Safety Regulation (GSR) abdecken. Die Radare unterstützen zudem verschiedene Fahrzeugarchitekturen und -arten durch die Verfügbarkeit als Smartradar, mit Datenverarbeitung im Sensor und als Satellitenradar, mit der Verarbeitung von Daten in einem zentralen Steuergerät.

„Radarsensoren sind ein Eckpfeiler der Fahrsicherheit. In Zukunft sollen sie in immer anspruchsvolleren Verkehrssituationen verlässliche Daten liefern. Dazu gehört beispielsweise eine autonome Notbremsung bei querendem Verkehr an Kreuzungen und die frühzeitige Erkennung motorisierter Zweiradfahrer, wie sie auch Euro NCAP künftig abprüft und für automatisierte Spurwechsel wichtig ist“, erläutert Frank Petznick, Leiter der Geschäftseinheit Fahrerassistenzsysteme bei Continental. „Autofahrerinnen und Autofahrer sind mit der sechsten Generation unserer Radarsensoren zukünftig noch sicherer und komfortabler unterwegs.“

Neben der Entwicklung des Fernbereichsradars mit einer Reichweite von rund 250 Metern konzentrieren sich die Ausführungen auch auf die 360 Grad-Umfelderfassung. Diese künftigen Surround Radare haben mit rund 200 Metern wesentlich mehr Reichweite als bisherige Nahbereichsradare und schaffen damit eine Voraussetzung für sehr gute Ergebnisse bei künftigen NCAP-Bewertungen von Assistenzsystemen. Dank einer höheren Empfindlichkeit erkennen die Surround Radare Objekte, wie querende Fahrzeuge, Motorräder und Radfahrer, früher und präziser. Sogar dann, wenn diese an besonders schwierigen Einbaupositionen im Fahrzeug sitzen. Insbesondere für die Bereiche seitlich des Fahrzeugs weisen die Surround Radare Merkmale auf, die sowohl Fahrerassistenzsysteme als auch das automatisierte Fahren leistungsfähiger machen.

Herausforderungen der 360 Grad-Umfelderfassung meistern

Um eine sichere Rundumerfassung des Fahrzeugumfelds mit Radartechnologie realisieren zu können, müssen Radare an den Ecken des Fahrzeugs vorne und hinten hinter den lackierten Stoßfängern platziert werden. Das ist sensortechnisch eine Herausforderung, denn Reflexions- und Absorptionseffekte an der Stoßfängerstruktur und der Lackschicht können Radarsignale beeinflussen. Beim Fernbereichsradar in der Mitte der Fahrzeugfront sitzt deshalb eine Schutzhülle, ein sogenanntes Radom, aus funkwellendurchlässigem Kunststoff über dem Sensor. „An den Fahrzeugecken geht das nicht, gleichzeitig steigen jedoch die Anforderungen an die Auflösung und Reichweite bei der Objekterkennung“, sagt Norbert Hammerschmidt, Leiter Programm-Management Radar der Geschäftseinheit Fahrerassistenzsysteme.

Mehrere zum Patent angemeldete Lösungen erhöhen die Empfindlichkeit der Radarsensoren, sodass trotz der Dämpfung durch lackierte Stoßfänger an den Ecken eine höhere Erfassungssicherheit besteht. Außerdem sind die neuen Sensoren mit Abmessungen von nur noch rund 70 x 55 x 20 Millimetern (ohne Steckverbinder und Halterung) gegenüber der fünften Generation um nahezu 40 Prozent kompakter. Damit eröffnen sich neue Integrationsmöglichkeiten, etwa im Fahrzeugschweller, um ein Seitenradar zu realisieren. „Generell verbessern wir mit der sechsten Generation auch die Ausgangsbedingungen für den Einbau der Radarsensoren im Fahrzeug“, so Hammerschmidt. „Durch Skalierung in mehrere Leistungsstufen lässt sich mit der ASIL-B konformen Plattform innerhalb einer Sensorbaureihe eine breite Spanne von Fahrzeugsegmenten abdecken.“ Die neuen Surround- und Fernbereichsradare arbeiten standardmäßig bei 77 GHz, sind jedoch für das Band zwischen 77 und 81 GHz vorbereitet und bieten damit die Vorteile eines größeren Frequenzbandes. Dank intelligenter Algorithmen filtern die Radare im Straßenverkehr auch die Signale anderer Radarsensoren heraus – ein wichtiges Thema bei steigenden Ausstattungsraten – und verarbeiten nur die eigenen Signale.

Stärken hinzufügen, Bewährtes beibehalten

Bewährte Eigenschaften der aktuellen fünften Generation von Radarsensoren finden sich auch in der sechsten Generation wieder: Dazu zählen der modulare und skalierbare Baukasten für Hardware und Software, mit dem sich die Sensoren in unterschiedliche E/E-Architekturen mit mehr oder weniger lokaler Sensorintelligenz gleichermaßen integrieren lassen. Auch das Auto-Alignment für die Korrektur einer nicht optimalen Sensorausrichtung gehört zum Funktionsumfang dazu.

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