Pressemeldung
02. Oktober 2017

Continental kauft südafrikanisches Technikunternehmen zum Ausbau seiner Serviceangebote für die Förderindustrie

  • Ausbau der Sensor-Expertise für dauerhafte und vorausschauende Wartung
  • Grundlage für das Angebot neuer Dienstleistungen für bestehende und neue Kunden
  • Hardware und Software Knowhow für frühzeitige Erkennung von Schäden in Fördergurten
  • Engagiertes und erfahrenes Team wird im Konzern willkommen geheißen

Hannover, 2. Oktober 2017. Das Technologieunternehmen Continental hat das in Pinetown, Südafrika, ansässige Unternehmen Advanced Imaging Technologies (Pty) Ltd. übernommen, das für seine Grundlagenarbeit bei Röntgensystemen und Systemen auf magnetischer Basis bekannt ist, die für die frühzeitige Erkennung von Schäden an Textil- und Stahlseilfördergurten genutzt werden. „Mit diesem Zukauf haben wir unsere Expertise im Bereich Sensoren und vorausschauende Wartung um zusätzliches technisches Fachwissen und wichtige Kompetenzen in der Forschung und Entwicklung ergänzt. Zugleich bildet die Akquisition einen strategischen Eckpfeiler in der Erweiterung unseres Dienstleistungsangebotes für die Industrie, beispielsweise im Bergbau“, erläutert Hans‑Jürgen Duensing, der im Continental-Vorstand für die Division ContiTech verantwortlich ist. Advanced Imaging Technologies (Pty) Ltd. wurde 2004 gegründet, um Industrie und Handel in Südafrika sowohl im privaten wie auch im öffentlichen Sektor wissenschaftlich zu beraten. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung innovativer und erschwinglicher Lösungen für wissenschaftliche und technische Herausforderungen für die Groß- wie Kleinindustrie und den Handel spezialisiert. Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart.

Fördergurte bewegen die weltweite Bergbaubranche sowie andere Industrien. „Wenn ein Gurtsystem von einem längeren Stillstand betroffen ist, bricht die oftmals gesamte Produktionskette zusammen. Umfangreiche Wartungsarbeiten oder Reparaturen werden erforderlich. Überwachungssysteme unterstützen unsere Kunden dabei, Schäden bereits frühzeitig zu erkennen und auf diese Weise Stillstandzeiten zu verkürzen und Wartungskosten zu senken“, erklärt Hannes Friederichsen, Leiter des Geschäftsbereichs Conveyor Belt Group. Advanced Imaging Technologies (Pty) Ltd. bringt eine große Bandbreite an wissenschaftlichen und technischen Fähigkeiten und Kenntnissen im Bereich Bild- und Signalverarbeitung, Hardware- und Softwareentwicklung, erweiterte Datenanalyse, Röntgenbildgebung, eingebettete Systeme und Systemintegration mit. „Unsere Kunden profitieren von innovativen Dienstleistungsangeboten, die auf den Daten aus den Überwachungssystemen aufsetzen“, sagt Friederichsen und fügt hinzu: „In den vergangenen Jahren hat Dr. Michael J. Alport gemeinsam mit seinem engagierten und erfahrenen sieben Mitarbeiter starken Team exzellente Grundlagenarbeit geleistet. Wir freuen uns sehr, sie bei uns willkommen zu heißen.“

 

Vorausschauende Wartung: Geringere Stillstandzeiten und Sicherheit rund um die Uhr

Bislang musste ein Fördergurt von Technikern untersucht und dazu angehalten oder auf eine geringere Betriebsgeschwindigkeit heruntergefahren werden. Der Vorteil dauerhaft installierter Überwachungssysteme besteht darin, dass Schäden an Fördergurten bereits frühzeitig und während des Betriebes erkannt werden können, sodass eine Reparatur schnell erfolgen kann. Für die Betreiber verringern sich die Stillstandzeiten sowie die daraus entstehenden Kosten.

Die von Advanced Imaging Technologies für den internationalen Markt für Schüttgutlösungen entwickelte Technologie macht sich innovative Magnetsensortechnik zunutze, die mittels umfassender Röntgenbildmessungen validiert wurde. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Online-Überwachung des Zustands stahlseilverstärkter Fördergurte und senkt durch die Bereitstellung von Daten für die frühzeitige Planung von Wartungsarbeiten das Risiko eines Gurtausfalls. Dadurch verkürzen sich teure Stillstandzeiten. Diese Technologie liefert ein hochauflösendes, leicht auszuwertendes magnetisches Bild des beschädigten oder defekten Stahlseils, anhand dessen mögliche Alarmbedingungen überprüft werden können. Zugleich können die Betreiber Ort und Ausmaß des Schadens über einen interaktiven Webzugriff in Echtzeit in Augenschein nehmen. Darüber hinaus lassen sich die Integrität der Verbindung und das Ausmaß des Schadens auch über einen längeren Zeitraum überwachen, sodass Vergleiche mit historischen Daten angestellt werden können.

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