Eine Frau schaut durch ein Förderband

Augmented Reality

Das Design von Industriegütern hat Benjamin Mathe schon früh interessiert. „Ich habe immer gern gezeichnet, entworfen, gebaut“, erzählt der 30-Jährige, der seit dreieinhalb Jahren in Babenhausen als User Interface Designer arbeitet. 

Als Werkstudent begann Benjamin bei Continental. Zunächst studierte er Material- und Produktentwicklung, dann legte er seinen Master in Interface Design an einer Kunsthochschule in Kiel ab. Mit einem interdisziplinären Team bestehend aus Ergonomen, Wirtschaftspsychologen, Designern und Softwareentwicklern arbeitet Mathe an der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine (Human-Machine-Interface). Er taucht ab in virtuelle Welten, entwickelt zukunftsweisende Ansätze für eine ganzheitliche Mensch-Maschine Schnittstelle. „Da wir in der Vorentwicklung arbeiten und uns ein Stück in der Zukunft bewegen, haben wir viele Freiheiten“, freut sich Benjamin und betont, dass dazu auch die Freiheit gehöre, scheitern zu dürfen. „Das ist sogar wichtig“, sagt er, „es bringt einen weiter.“ 

Konkret arbeitet Benjamin zurzeit an der User Interface Design-Gestaltung für ein Automated Driving-Projekt. Als Designer interessieren ihn ergonomische Fragen, neue Interaktionsmethoden, Schriftgrößen, Lichtverhältnisse, Farben, Kontraste. „Es gibt Gestaltungsgesetze“, sagt er. Aber eben auch vieles, das ausprobiert werden müsse: in Simulatoren oder Demofahrzeugen. Dass sein Job virtuell ist, ist für Benjamin normal. „Ich bin mit der Digitalisierung aufgewachsen.“ Privat aber findet er einen analogen Ausgleich: Benjamin spielt Schlagzeug und joggt gerne.

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