Pressemeldung
05. Oktober 2021

Continental fördert seit 150 Jahren Innovationen in der Landwirtschaft

  • Continental hat als Kautschukspezialist zentrale Komponenten für Landmaschinen entwickelt und arbeitet mit weltweit führenden Herstellern zusammen
  • Heute vereint das Technologieunternehmen seine Kautschuk- und Software-Expertise in Lösungen für Smart Farming
  • Stetig wachsende Weltbevölkerung macht Agrarsektor immer bedeutender

Hannover, 5. Oktober 2021. Alte Bauernhöfe, weidende Kühe, tuckernde Traktoren – solche Bilder prägen die Vorstellung vieler Menschen von der Landwirtschaft. Doch schon früher entsprach dieses Land-Idyll nicht der Realität. Vor 150 Jahren bedeutete Landwirtschaft vor allem harte, körperliche Arbeit. Heute ist moderne, leistungsfähige Agrartechnologie unabdingbar, um eine stetig wachsende Weltbevölkerung zu ernähren. Das Technologieunternehmen Continental hat seit seiner Gründung 1871 mit etlichen Innovationen rund um Kautschuk, Kunststoff, Sensorik und Elektronik die Entwicklung in der Landwirtschaft mitgeprägt – vom Hufpuffer für Pferde bis zu autonom arbeitenden Feldrobotern.

Landwirtschaft – eine Schlüsselbranche mit Zukunft

Wir werden immer mehr: Die Vereinten Nationen (UN) prognostizieren, dass die Weltbevölkerung bis 2050 auf knapp 10 Milliarden Menschen wächst, bis zum Jahr 2100 sogar auf 11,2 Milliarden. Zum Vergleich: 1871, als die Continental in Hannover gegründet wurde, waren es laut Statistik-Portal statista gerade mal gut 1,3 Milliarden. Mit Blick auf diese Zahlen wird klar, wie wichtig eine moderne und effiziente Landwirtschaft ist, um Nahrung für eine wachsende Weltbevölkerung zu produzieren.

Continental leistet bereits seit 150 Jahren einen Beitrag zu innovativer Agrartechnik und macht Prozesse produktiver, nachhaltiger, hygienischer und sicherer. „Das branchenübergreifende Know-how unseres Unternehmens ist eine exzellente Grundlage, um flexibel und zügig neue und maßgeschneiderte Ideen wachsen zu lassen. Continental war und ist für die Landwirtschaft Wegbereiter der Modernisierung, auch als erfahrener und verlässlicher Partner bei der Transformation in Richtung Farm 2030“, sagt Mario Branco, verantwortlich für den Bereich Business Development für Off-Highway-Anwendungen bei Continental. „Das begann einst mit der Motorisierung und reicht bis zur Digitalisierung und Automatisierung heute, verbunden mit einer erheblichen Steigerung von Produktivität und Ernte-Ertrag.“

Kautschuk erweist sich früh als Allrounder

Doch zunächst zurück ins Jahr 1871, zurück zu den Wurzeln. Kautschuk war damals ein Zukunftswerkstoff, den die Continental-Ingenieure schnell beherrschten und aus dem sie immer differenziertere Lösungen entwickelten. Von Regenmänteln, Wärmflaschen oder Fahrrad- und Kutschenreifen ausgehend wurden die Anwendungen mit chirurgischen und technischen Artikeln immer komplexer. Gummi-Produkte für die Landwirtschaft gehörten ebenfalls schnell zum Portfolio: Seit 1875 gab es Hufpuffer für Pferde, die die Mobilität der Tiere verbesserten und verhinderten, dass sie auf eisigen Oberflächen ausrutschten. Durch dieses Produkt ist dann aller Wahrscheinlichkeit nach auch das Pferd im Continental-Logo gelandet. Es folgten Knieschützer für Feldarbeiter und schließlich Milchkannenringe, dank derer Metallkannen endlich luftdicht verschlossen werden konnten. Milch ließ sich so länger lagern, ohne zu verderben – ein wichtiger Beitrag zur Lebensmittelhygiene.

1928 rollten die ersten Traktoren mit Continental-Luftreifen über den Acker. Zur selben Zeit stellte Hanomag in Hannover seinen legendären Traktor RD 28 vor. Ab 1930 produzierte Continental spezielle Antriebsriemen, die durch ihr geringes Gewicht, Längen von mehreren Metern und die enorme Flexibilität für den Einsatz in Landmaschinen ideal waren. Steilfördergurte halfen damals bei der Getreideernte. Um einen Hektar Weizen einzufahren, waren vier Männer rund eine Woche beschäftigt, der Ertrag lag bei etwa 2,3 Tonnen pro Hektar. Ein moderner Mähdrescher schafft diese Fläche heute in einer halben Stunde – bei einem Ertrag von 3,5 Tonnen pro Hektar.

Continental macht Landmaschinen sicherer und effizienter

Nach dem Zweiten Weltkrieg brachte Continental dann viele weitere Neuerungen für Landmaschinen auf den Markt. Das war kein Zufall, denn mit dem Schlepperboom löste Motorkraft endgültig Pferde und andere Zugtiere ab. Die Zahl der Traktoren stieg in Westdeutschland von knapp 140.000 im Jahr 1950 auf über eine Million im Jahr 1963. Neben der Antriebstechnologie standen besonders Effizienz und Arbeitssicherheit im Fokus. Beispielhaft sind der Multiflex-Keilriemen und Spezialschläuche für Dreschmaschinen, Antriebsriemen in Pumpen, Sägen und Kleinmaschinen oder flexible Tank- und Abfüllschläuche. Mehr Komfort beim Fahren und Arbeiten ermöglichten zudem maßgeschneiderte Lagerungslösungen aus Kautschuk: Sie kompensieren Vibrationen effektiv, isolieren Geräusche und reduzieren Spannungen. Riemen, Schläuche, Luftfedern und Lager-Elemente liefert Continental heute an weltweit führende Hersteller wie AGCO/Fendt oder Claas, der Markt für Agrartechnik ist längst international. Übrigens: Heute setzen Hersteller von Landmaschinen auch bei Fahrassistenzsystemen oder bei der wichtigen Connectivity-Technologie zur Verbindung mit der Welt außerhalb der Kabine auf Entwicklungen von Continental.

Spezielles Antriebsriemen-Programm für den Agrarsektor

Bei den Antriebsriemen hat das Technologieunternehmen inzwischen eine eigene Serie für landwirtschaftliche Anwendungen im Portfolio. „Antriebsriemen der Produktgruppe Agridur sorgen durch ihr ruhiges Laufverhalten in Landmaschinen für eine äußerst zuverlässige Kraftübertragung – auch bei rauen Bedingungen mit Schmutz, Staub und Feuchtigkeit. Außerdem helfen unsere Spezial-Antriebsriemen dabei, die Kosten bei der Instandhaltung spürbar zu reduzieren“, erklärt Rolf Marwede, der den Bereich Polyurethan-Riemen bei Continental leitet. Er kennt die Landwirtschaft seit Jahrzehnten und wuchs auf dem elterlichen Bauernhof auf. „Wenn ich die Landtechnik von vor 50, 60 Jahren mit heute vergleiche, dann hat sich viel getan. Es ist schön, zu sehen, dass unsere Produkte mehr Sicherheit und Produktivität ermöglicht haben.“

Oberflächen aus robusten Materialien

Auch Komponenten für Raupenketten wie Laufkettenbänder, Lager und Antriebsräder lieferte Continental bereits in den 1950er Jahren. Heute gehören Antriebsriemen, Schläuche, Fördergurte und Oberflächenmaterialien zum breiten Portfolio für die Landwirtschaft. So werden Oberflächen in den Fahrerkabinen von Traktoren und Erntemaschinen für die raue Feldarbeit stetig weiterentwickelt. Extreme Temperaturen, Staub, Schmutz und Feuchtigkeit setzen ihnen zu; hinzu kommen die saisonal langen Arbeitszeiten mit entsprechend hoher Materialbeanspruchung. Die optimierten Oberflächen auf PVC-Basis sind schmutzabweisend, einfach zu reinigen, langlebig sowie kratz- und abriebbeständig.

Smarte Lösungen für die Landwirtschaft 4.0

„Heute folgt auf Mechanisierung und Motorisierung der Landwirtschaft die Digitalisierung. Smart Farming ist in aller Munde – nicht umsonst bezeichnen wir die intelligente Landwirtschaft als den ‚Nährstoff für das Feld der Zukunft‘“, so Branco. „Unsere Entwicklungen für diese Branche gehen deshalb auch über die aktuellen Megatrends hinaus. Wir wollen immer neue Akzente setzen – und treiben unsere Ideen zur Transformation konsequent voran.“ So zeigt der sogenannte Smart Belt von Continental, wie Sensortechnologie und intelligente Datensysteme in Antriebsriemen integriert werden und so für einen gleichermaßen effizienten wie umweltbewussten Ernte- und Arbeitsprozess sorgen. Vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) und Zustandsüberwachung (Condition Monitoring) – solche Konzepte sind heute schon Realität. Sensoren sorgen im Riemen durch permanente Überwachung dafür, dass mögliche Defekte erkannt werden, bevor sie eintreten. Das digitale Riemen-Konzept hilft so, ungeplante Ausfallzeiten der Landmaschine und damit Kosten zu vermeiden.

Drohnen- und Robotertechnologie als Zukunftsfelder

Inzwischen fertigt Continental auch Komponenten für Drohnen und entwickelt Roboter, die auf dem Feld zum Einsatz kommen. Solche Systeme sind mit unterschiedlichen Sensor- und Kamera-Anwendungen ausgestattet: Zum Beispiel misst LIDAR Abstände zu einem Ziel anhand der Übertragungsdauer eines oder mehrerer Laserimpulse. 3D Flash LIDAR-Umfeldsensoren könnten zudem in Drohnen eingesetzt werden, um umfangreiche Daten über den Zustand der Felder und Pflanzen zu sammeln. Außerdem entwickelt Continental Konzepte für Roboter, die auf dem Feld autonom arbeiten und mit den entsprechenden Anbaugeräten das Pflanzenwachstum überwachen, Unkraut jäten oder Saatgut und Dünger zielgerichtet ausbringen – ein Beitrag für mehr Ökologie und Nachhaltigkeit. Automatisierung, Telematiklösungen, sicherer Datentransfer und effizient gesteuerte Materialströme werden es Betreibern von Landmaschinen ermöglichen, ihr Inventar individuell zu konfigurieren und auf bestimmte Herausforderungen anzupassen.

Mit Kautschuk und smarten Lösungen in die nächsten 150 Jahre

Diese neuen Konzepte treiben ganz verschiedene Unternehmensbereiche von Continental gemeinsam voran. Und doch – auch angesichts der digitalen Revolution – bleibt der Klassiker Kautschuk genauso modern wie 1871. Ohne ihn läuft auch in Landmaschinen und Traktoren wenig, ob in Verbindung mit intelligenten Sensoren oder als klassische Gummi-Komponente. Continental nutzt das Material der ersten Stunde ebenso flexibel wie innovativ – und das seit 150 Jahren.

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