Pressemeldung
22. Januar 2021

Vorbildlich nachhaltig: LEED-Zertifikat in Gold für Continental-Entwicklungszentrum in Regensburg

  • Der Anfang 2020 eröffnete Erweiterungsbau erfüllt die strengen Kriterien des weltweit führenden Zertifizierungssystems für umweltfreundliche Gebäude
  • Bewertung aller Projektphasen: von Planung über Bauausführung bis zum Betrieb
  • Konzept der modernen Office-Welt wurde unter Mitwirkung der Belegschaft entwickelt

Regensburg, 22. Januar 2021. Vor einem Jahr ist am Continental-Standort Regensburg der Erweiterungsbau des Entwicklungszentrums „Gebäude 47“ in Betrieb gegangen. Jetzt wurde der Bau mit 26.000 Quadratmetern Nutzfläche und innovativem Raumkonzept für seine vorbildlichen Nachhaltigkeitsstandards mit dem LEED-Zertifikat in Gold ausgezeichnet. LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) ist das weltweit führende Projekt- und Leistungsmanagementsystem für umweltfreundliche und nachhaltige Gebäude, dessen Zertifikate in 188 Ländern anerkannt werden. Es setzt strenge Maßstäbe für alle Projektphasen, von der Planung über die Ausschreibung und die Bauausführung bis zum Betriebskonzept. Die Gesamtpunktzahl ist am Ende ausschlaggebend dafür, ob eine Zertifizierung erfolgt und welche Zertifikats-Stufe erreicht wird. Continental hat für seinen Regensburger Neubau von Beginn der Planung an den hohen Gold-Standard angestrebt.

Der Mobilitätszulieferer mit anspruchsvollen Nachhaltigkeitszielen – CO2-neutrale Produktion bis 2040, CO2-Neutralität für die gesamte Wertschöpfungskette bis 2050 – orientiert sich bei Neubauten generell an den LEED-Kriterien. In Regensburg erhielt das Unternehmen jetzt erstmals das Gold-Zertifikat für einen Erweiterungsbau. Anders als bei Neubauten „auf der grünen Wiese“, wo die Planung bei null beginnt, fließt bei der Erweiterung eines bestehenden Gebäudes auch das Umfeld des zu zertifizierenden Neubaus in die Bewertung mit ein. Die Anforderungen sind dadurch deutlich komplexer, was sich auch auf die Dauer des jetzt abgeschlossenen Zertifizierungsprozesses auswirkte.

Nachhaltige Materialien, kurze Lieferketten, Niedrigenergiebauweise – und Rauchverbot

Um die für das Gold-Zertifikat erforderlichen LEED-Punkte zu erhalten, musste der Continental-Neubau eine Vielzahl von Kriterien erfüllen. Dazu gehörten neben nachhaltigen Materialien zum Beispiel auch kurze Lieferketten (Entfernungsbeschränkung). Continental hat darüber hinaus ausschließlich mit Dienstleistern aus der Region zusammengearbeitet (150 km Umkreis). Den Energie- und Ressourcenverbrauch reduzieren unter anderem ein kleines Blockheizkraftwerk, das Wärme und Strom liefert, zwei Photovoltaikanlagen auf dem Dach, die tageslichtabhängige Steuerung der LED-Beleuchtung, ergänzt durch eine bewegungsabhängige Präsenzsteuerung der Arbeitsplatzleuchten, sowie die Begrenzung des Wasserverbrauchs an den einzelnen Entnahmestellen. Die Niedrigenergiebauweise beinhaltet zudem eine mechanische Be- und Entlüftung, durch die automatisch frische Luft eingebracht und wieder abgesaugt wird. Diese Frischluftzirkulation kann auch über den CO2-Verbrauch gesteuert werden. Es kamen ausschließlich nachhaltige Fußbodenmaterialien und Wandfarben zum Einsatz, denn auch die Gesundheit und das Wohlbefinden der Beschäftigten hat bei den LEED-Vorgaben höchste Priorität. Deshalb gilt nicht nur innerhalb des Gebäudes ein striktes Rauchverbot, sondern auch draußen im Umkreis von acht Metern. Der Neubau punktet darüber hinaus durch viele Fahrradstellplätze, Elektroauto-Parkplätze mit Ladestationen und eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.

„Wir sind stolz darauf, unser Ziel des LEED-Zertifikats in Gold erreicht zu haben. Es ist eine Auszeichnung für alle, die an der Konzeption und Ausführung dieses ambitionierten Bauprojekts beteiligt waren“, sagt René Krahn, Standort- und Werksleiter von Continental Regensburg. „Die Erweiterung des Gebäudes 47 ist für unseren Standort ein großer Gewinn. Denn zum einen können wir dadurch externe Mietflächen wieder abgeben und die Fachbereiche näher zusammenführen. Zum anderen bietet das moderne Konzept dieses Neubaus unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ideale Arbeitsbedingungen.“

Flexibles Raumkonzept auf Projektarbeit zugeschnitten, Großzügigkeit erleichtert auch Einhaltung der Hygieneregeln

Von den rund 7.600 Beschäftigten am Standort Regensburg – dem weltweit größten Automotive-Standort des Unternehmens, der hier auch sein größtes Elektronikwerk betreibt – arbeitet ein Großteil in den beiden Entwicklungszentren. Die zwei neuen Flügel des Gebäudes 47, die äußerlich den drei Querspangen des bestehenden Komplexes angepasst wurden, bieten Raum für über 1.400 Arbeitsplätze. Die hier entstandene innovative Office-Welt mit dem Konzept „Aktivitätsbasiertes Arbeiten im Open Space“ trägt den besonderen Erfordernissen eines Entwicklungszentrums Rechnung. Denn für jedes Entwicklungsprojekt werden bis zu 60-köpfige Teams aus verschiedenen Abteilungen zusammengezogen, für deren Arbeit räumliche Flexibilität und optimale Kommunikationsbedingungen von zentraler Bedeutung sind. Anders als in konventionellen Großraumbüros stehen den Projektteams daher neben der gemeinsamen Arbeitsfläche verschiedene Räume und Bereiche zur Verfügung, in die sich kleinere oder größere Gruppen von Teammitgliedern bei Bedarf zurückziehen können. In unmittelbarer Nähe der Team-Arbeitsflächen befinden sich auch die Laborräume, da viele Entwickler ständig zwischen Schreibtisch und Elektroniklabor pendeln müssen. Der Neubau beinhaltet unter anderem eine Dachterrasse, eine große Kantine mit Cafeteria und Terrasse im Erdgeschoss sowie Räumlichkeiten mit Duschen und Umkleiden für Radfahrer oder Läufer.

Kurz nach Einzug in den Neubau Anfang 2020 zwang die Corona-Pandemie viele Beschäftigte, verstärkt im Homeoffice zu arbeiten. Doch aufgrund der Großzügigkeit und des modernen Belüftungssystems bieten die neuen Räumlichkeiten viel Flexibilität und optimale Voraussetzungen zur Einhaltung der Hygieneregeln. So konnten im vergangenen Jahr zum Beispiel doch einige Trainings und Workshops durchgeführt werden, weil das, in dem Gebäude befindliche CBS Training Center über einen sehr großen Schulungsraum verfügt.

Trotz der Corona-bedingt eingeschränkten Nutzung wirkt der Neubau insgesamt schon sehr belebt, auch weil viele Bereiche durch Exponate und andere Elemente die individuelle „Handschrift“ der jeweiligen Abteilung tragen. „Die Resonanz ist sehr positiv, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fühlen sich, wenn sie nicht gerade im Homeoffice sind, in den neuen Räumlichkeiten sichtlich wohl“, bestätigt Standortleiter Krahn. Dies zeigt sich auch in den einzelnen Bereichen, die durch Exponate und andere Elemente bereits die individuelle „Handschrift“ der jeweiligen Abteilung tragen. Ein Grund für die positive Einstellung könnte auch sein, dass das Konzept für die neue Arbeitsumgebung unter Mitwirkung der betroffenen Belegschaft entwickelt wurde. Wichtige Impulse für die Planung gab unter anderem eine Befragung von mehr als 1.500 Beschäftigten. Und um erste praktische Erfahrungen mit der neuen Office-Welt zu sammeln, wurde sie vorab auf Pilotflächen sechs Monate lang von rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern getestet.

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