Pressemeldung
22. Juli 2022

Arbeitsminister Heil besucht Continental-Weiterbildungsinstitut in Hannover-Vinnhorst

  • Arbeitsminister Heil würdigt Qualifikationsoffensive von Continental
  • Hubertus Heil (SPD), Bundesminister für Arbeit und Soziales: „Die Qualifizierung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist eine Aufgabe von historischer Dimension. Sie ist der Schlüssel für den Erhalt von Beschäftigungsfähigkeit“
  • Dr. Ariane Reinhart, Continental-Vorständin für Personal und Nachhaltigkeit: „Der Transformationsdruck ist enorm und nimmt weiter zu. Continental hat mit dem unternehmenseigenen CITT mit Standorten in ganz Deutschland ein Kompetenzzentrum zur Ausgestaltung der Transformation in Deutschland etabliert“
  • Gemeinsame Gespräche mit Beschäftigten über Transformation der Arbeitswelt

Hannover, 22. Juli 2022. Am gestrigen Donnerstag hat Hubertus Heil (SPD), Bundesminister für Arbeit und Soziales, während der parlamentarischen Sommerpause das Continental-Werk in Hannover-Vinnhorst besucht. An dem Standort des Geschäftsfelds Surface Solutions (SSL) werden innovative Oberflächenmaterialien für die Automobilindustrie produziert. Im Rahmen eines Werksrundgangs besuchte Heil die Schulungsräume des unternehmenseigenen Instituts für Technologie und Transformation (CITT). Gemeinsam mit Dr. Ariane Reinhart, Vorständin für Personal und Nachhaltigkeit bei Continental, sprach er dort mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über die Transformation der Arbeitswelt und die Relevanz von bedarfsgerechter Qualifizierung. „Deutschlands Arbeitswelt ändert sich gerade schnell und grundlegend. Wir müssen dafür sorgen, dass die Arbeitskräfte von heute die Arbeit von morgen machen können.“, sagte Heil. „Die Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist der Schlüssel für den Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit.“

„Der Transformationsdruck ist enorm und nimmt weiter zu. Continental hat mit dem unternehmenseigenen CITT mit Standorten in ganz Deutschland ein Kompetenzzentrum zur Ausgestaltung der Transformation in Deutschland etabliert“, ergänzte Reinhart. „Um den Wandel in der Arbeitswelt zu bewältigen, brauchen wir eine Kultur des kontinuierlichen Lernens und Weiterbildens. Das gelingt jedoch nur gemeinsam mit der Politik.“

Francesco Grioli, IGBCE-Vorstandsmitglied und Vorsitzender des CITT-Beirats, ergänzte: „Eine Qualifikationsoffensive ist die richtige Antwort auf die großen Herausforderungen der Transformation. Im CITT haben wir gemeinsam einen Rahmen geschaffen, um die Beschäftigten für den Wandel der Branche zu rüsten und die damit verbundenen Aufgaben zu meistern. Durch Weiterbildung bieten wir Perspektiven – sowohl für die Beschäftigten als auch für das Unternehmen. Denn für uns steht fest, dass wir beim Umbau in eine moderne und klimaneutrale Produktion keine Kolleginnen und Kollegen zurücklassen dürfen.“

Reinhart betonte, dass es für Continental sehr wichtig gewesen sei, schon früh Verantwortung zu übernehmen. „Mit der Ansiedlung des CITT am Standort Vinnhorst haben wir einen großen Mehrwert für unsere Qualifizierungsoffensive geschaffen, durch den wir wichtige Impulse in der Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen“, so Reinhart.

CITT mit stark steigenden Teilnehmerzahlen

Für die Transformation von Arbeitsplätzen hat Continental bereits 2018 eine umfassende Qualifizierungsoffensive gestartet. Elementarer Baustein der Initiative ist das CITT, das 2019 gegründet wurde. Bis Ende 2021 wurden dort mehr als 3.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer für andere Tätigkeiten qualifiziert. Bis Ende 2022 sollen es 8.500 sein. Die Beschäftigten haben über das CITT die Möglichkeit, sich bei vollem Tarifentgelt passgenau für den internen und externen Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Die Qualifizierungsmaßnahmen orientieren sich dabei an zukunftsfähigen Berufen. So können zum Beispiel ungelernte und angelernte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über das CITT eine von der IHK zertifizierte Weiterbildung mit der Möglichkeit des vollständigen Berufsabschlusses absolvieren.

Otto Sondergeld, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender am Standort Vinnhorst, betonte, dass mit dem CITT im Sinne aller Beschäftigten Rahmenbedingungen und Maßnahmen definiert worden sind, um für die Transformation der Arbeitswelt gewappnet zu sein. „Nun kommt es darauf an, dass unsere Beschäftigten ihre Zukunft mit einer hohen Lernbereitschaft aktiv und eigenverantwortlich mitgestalten. Dabei wollen und müssen wir sie gemeinsam unterstützen“, sagte Sondergeld.

Oberflächenmaterialien im Fahrzeuginnenraum werden digital

Das Werk in Hannover-Vinnhorst wurde 1718 gegründet und zählt zu den ältesten Continental-Standorten in Deutschland. Dort arbeiten insgesamt rund 970 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon rund 600 in der Produktion. „Die steigenden Anforderungen durch die Transformation sind hier bei uns direkt sichtbar“, hob Werksleiter Jan-Philipp Behrndt hervor. Denn Digitalisierung spielt auch bei hochwertigen Fahrzeugkomponenten für den Innenraum eine immer größere Rolle. „In unserem Werk entwickeln wir passende Konzepte und Produktideen, um Oberflächen und Gewebe im Fahrzeuginnenraum mit digitalen Zusatzfunktionen auszustatten“, erläuterte Behrndt. „Daher ist es wichtig, dass wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kontinuierlich für die Anforderungen qualifizieren, die die Digitalisierung stellt.“

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