Die Continental-Mobilitätsstudie 2020

Daten werden gern geteilt, wenn ein Nutzen winkt

In den befragten Ländern Deutschland, Frankreich, USA, Japan und China sind Autofahrer mehrheitlich gern bereit, die Speicherung, Weitergabe und Verarbeitung von Fahrdaten und persönlichen Daten zu akzeptieren, wenn dies der Aufklärung eines Unfalls oder der Verbesserung des Verkehrsflusses dient. Diese Einstellung ist über die Länder hinweg auch stabil: Im Vergleich zur Befragung im Jahr 2018 sind die Zustimmungsraten unverändert geblieben.

Generell ist die Bereitschaft zur Akzeptanz einer Black Box in den vergangenen beiden Jahren in allen Ländern leicht gestiegen. Am kritischsten gegenüber der Entwicklung sind noch die Deutschen eingestellt, das heißt, hier ist die Zahl der Skeptiker im Ländervergleich am höchsten.

In China wünschen vor allem Autofahrer, die ihr Fahrzeug regelmäßig nutzen, die Weiterentwicklung der Konnektivität zwischen Fahrzeug und Infrastruktur, um den Verkehrsfluss zu optimieren oder Unfälle zu vermeiden.

Global betrachtet ist in diesem Themenbereich die Zahl der Skeptiker unter Autofahrern wesentlich geringer als die der Befürworter, wobei sich vor allem in China besonders viele „Fans“ finden. Auch in Japan und Deutschland aber, wo dem Teilen der eigenen Daten traditionell skeptischer gegenübergestanden wird als in vielen anderen Ländern, lässt sich eine sehr große Offenheit gegenüber datenbasierten Modellen ausmachen – wenn der eigene Nutzen erkennbar ist.

Eine Unterscheidung treffen alle Autofahrer, wenn es darum geht, individuelle Fahrdaten zur Regeleinhaltung zu prüfen. Hier bleibt international betrachtet eine klare Mehrheit zurückhaltend bis skeptisch. Anders sieht es aus, wenn die Datenfreigabe der Verkehrsoptimierung und Unfallvermeidung dient. In diesem Fall stimmt eine klare Mehrheit zu.

Download der Broschüre "Vom Fahrer zum Passagier: Einstellungen zur technologischen Entwicklung des Autos" im Rahmen der Mobilitätsstudie 2020.

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