Pressemeldung
24. April 2017

Isoliersystem mit multiplen und intelligenten Einsatzmöglichkeiten

  • Isoliermaterial Conti Thermo-Protect in Ausstellung mit Laborcharakter
  • Exponate als Inspiration für eigene Anwendungsideen der Kunden
  • Offen für Gespräche und Entwicklung von Prototypen

Hannover, im April 2017. Ursprünglich wurde Conti Thermo-Protect als hochflexibles Isoliersystem für die Industrie entwickelt – und hat sich als solches auch längst bewährt. Doch das Material, das so aussieht und sich anfühlt wie Knetgummi, kann deutlich mehr: „Mittlerweile sind Kunden aus anderen Branchen, etwa der Eisenbahnindustrie, mit ihren Anwendungsideen auf uns zugekommen“, berichtet Tomasz Janiszewski, bei ContiTech Produktmanager für Elastomerbeschichtungen. Mit einer Ausstellung im Stil eines Versuchslabors präsentiert ContiTech das innovative Isolierungsmaterial auf der Hannover Messe 2017. „Wir wollen die Besucher dazu ermuntern, das Material kennenzulernen, damit zu experimentieren – und dabei vielleicht auf neue Ideen für verschiedene Anwendungen zu kommen. Im Zeitalter der Industrie 4.0 natürlich auch als intelligentes Material“, erklärt Janiszewski. So präsentiert ContiTech einen modellhaften Drucksensor, bei dem ein Kabel mit dem Conti Thermo-Protect-Material ummantelt ist. Wirkt auf das Kabel Druck, können durch Auswertung elektrischer Signale sowohl Kraft als auch Vibrationen gemessen werden.

Conti Thermo-Protect besteht aus einer speziellen Silikonkautschukmischung, die sich im Lieferzustand leicht zuschneiden, verarbeiten und passgenau anbringen lässt – etwa bei der thermischen Dämmung von komplexen Leitungs- und Rohrsystemen sowie Bauteilen. Durch Wärmeeinfluss härtet die Mischung selbstständig aus und wird zu einem wiederverwendbaren Formteil mit gummielastischen Eigenschaften. So kann es etwa um Leitungsrohre und Ventile gewickelt werden, durch die bis 250 °C heiße Dämpfe oder Flüssigkeiten strömen. Bereits eine zehn Millimeter dünne Schicht senkt den Wärmeverlust um 70 Prozent. Die reduzierte Außentemperatur ist zudem ein Plus für die Arbeitssicherheit. Natürlich wird auch dieser Vorher-Nachher-Effekt auf der Hannover Messe mithilfe eines Temperaturfühlers anschaulich demonstriert.

Inspiriert von realen Anwendungsmöglichkeiten aus anderen Industriezweigen wird Conti Thermo-Protect jedoch nicht nur als Isoliermaterial vorgestellt. Mehrere Exponate zum Anfassen machen die verschiedenen Eigenschaften erlebbar – wie eben den smarten Einsatz als Drucksensor. An einem weiteren Modell wird die Festigkeit anhand einer ausvulkanisierten Platte veranschaulicht, die sich zwar wie Gummi anfühlt, aber laut Janiszewski „dennoch nicht kaputt zu kriegen ist.“ Im direkten Vergleich können Besucher die gleiche Platte im unvulkanisierten Zustand bearbeiten, um die plastische Formbarkeit zu erleben.

Wie effektiv Conti Thermo-Protect den Körperschall z.B. in Fahrzeugen reduzieren kann, in denen bestimmte Teile vibrieren und einen Halleffekt erzeugen, demonstriert ein fünftes Modell. Kein Wunder also, dass Tomasz Janiszewski angesichts dieser Exponate augenzwinkernd von einem „Spieltisch“ spricht: „Im Idealfall reifen auf Seite des Besuchers Ideen, wie er eine dieser Eigenschaften für seine Anwendung nutzen kann. Wenn dann ein Kunde Interesse hat, können wir gemeinsam die Idee weiterentwickeln und in die Phase eines Prototyps gehen.“

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