Die vier Fokusfelder der Nachhaltigkeit:

3. Zirkuläres Wirtschaften

Spätestens bis 2050 will Continental zusammen mit allen Partnern in der Wertschöpfungskette zirkuläres Wirtschaften Wirklichkeit werden lassen und alle Produkt- und Ressourcenkreisläufe vollständig schließen.Zirkuläres Wirtschaften wird das Wirtschaftsmodell der Zukunft sein. Denn, wie es der Philosophieprofessor Michael Thompsons bereits 1979 in seiner „Mülltheorie“ beschrieb: „Es gibt keinen Abfall – nur Materie am falschen Ort.“

Zirkuläres Wirtschaften kann dazu beitragen, begrenzt verfügbare Ressourcen unbegrenzt nutzbar zu machen und so die Wirtschaft für die wachsende und zunehmend wohlhabende Weltbevölkerung nachhaltig zu gestalten. Das Beispiel der Unterhaltungselektronik veranschaulicht die Widersprüche, mit denen sich die Welt heute auseinandersetzen muss: Milliarden von Menschen auf der ganzen Welt nutzen sie für Arbeit, Shopping, Kommunikation und viele weitere Zwecke. Jedoch ist ihre Produktion sehr ressourcenintensiv und birgt Risiken durch den Verbrauch knapper Rohstoffe. Die Wertschöpfungsketten nach dem Prinzip des zirkulären Wirtschaftens umzugestalten, bietet eine Lösung für diese Herausforderung: Von der Konstruktion reparaturfreundlicher Geräte bis hin zum Einsatz von Robotern, die diese am Ende ihrer Nutzungsdauer zerlegen und die Bestandteile zur Wiederverwendung zurückgewinnen, bietet die Schließung des Produktkreislaufs der Geräte ein enormes Potenzial für nachhaltiges Wirtschaften. Besonders die Europäische Union forciert mit ihrem „EU Circular Economy Action Plan“ den Aufbau einer nachhaltigen, zirkulären Wirtschaft.

Insgesamt drei Kreisläufe sind der Schlüssel, die Notwendigkeit neuer Materialien zu vermeiden:

 

Unternehmen, die diese disruptive Entwicklung antizipieren und die Führung übernehmen, werden daraus einen enormen Vorteil ziehen können. Dafür ist die völlige Neugestaltung vieler Produkte erforderlich, um die Rückgewinnung von Ressourcen aus ihnen zu ermöglichen. Das bringt eine Umstellung auf neue Geschäftsmodelle mit sich.

Weltweit werden aktuell jedes Jahr rund 90 Milliarden Tonnen von Rohstoffen aller Art verbraucht, um die Weltwirtschaft am Laufen zu halten. Einige Studien schätzen diese Zahl sogar auf fast 500 Milliarden Tonnen, wenn man Aushubmaterial mit einbezieht. Das heute gebräuchliche Recyclingmodell ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, im Endeffekt aber noch unzureichend. Die Qualität der meisten Materialien verschlechtert sich, wenn sie recycelt werden, was deren Verwendungsmöglichkeiten zunehmend einschränkt. Die derzeitigen Recyclingmethoden können daher lediglich als Übergangslösung betrachtet werden. Letztendlich werden sie durch bessere Lösungen ersetzt werden müssen.

Ein vollständiges zirkuläres Wirtschaften ist eine ehrgeizige Vision mit vielen Herausforderungen auf dem Weg zu ihrer Verwirklichung. Das frühzeitige Engagement von Continental in diesem Bereich sowie das Entwickeln und Gestalten dieser Transformation ergeben einen Vorsprung für ein zukunftsfähiges Unternehmen.

Für das betriebliche Abfallmanagement hat sich Continental bis 2030 das Ziel gesetzt, die Abfallverwertungsquote auf 95 Prozent zu erhöhen. Die Abfallverwertungsquote misst den Anteil des Abfalls, der durch externe Dienstleister einem Recycling oder der stofflichen, thermischen oder sonstigen Verwertung zugeführt wurde.

Claus Petschick, Leiter Nachhaltigkeit des Reifenbereichs von Continental: „Abfall ist für uns zukünftiges Produktionsmaterial, denn im zirkulären Wirtschaften sehen wir das Modell der Zukunft. Das Engagement von Continental, diese Transformation aktiv zu gestalten und voranzutreiben, bietet uns einen Vorsprung für unser zukünftiges Geschäft und damit für unsere Zukunftsfähigkeit. Unsere Ambition ist eindeutig: Spätestens 2050 wollen wir gemeinsam mit Partnern und Lieferanten unsere Produkt- und Ressourcenzyklen vollständig schließen.“

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