Fährt in Zukunft der Fahrer das Auto oder das Auto den Fahrer?

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Auto den Fahrer fahren kann – wenn er es wünscht. Denn nicht immer macht Autofahren Spaß, denken wir nur einmal an das Stehen im Stau oder das Einparken in enge Parklücken. In den nächsten Jahren wird es möglich sein, schrittweise immer mehr Fahrverantwortung an das Fahrzeug abzugeben. So bietet das Fahrzeug von morgen seinem Besitzer ein völlig neues Maß an Komfort und Zeit, die er nach seinen Bedürfnissen nutzen kann – sich entspannt zurücklehnen oder eintauchen in einen Film, während das Auto das Fahren übernimmt.

Automatisiertes Fahren wird unsere Mobilität komfortabler gestalten und zur Umsetzung weiterer wichtiger Ziele beitragen: erhöhte Sicherheit auf den Straßen, ein verbesserter Verkehrsfluss sowie geringerer Kraftstoffverbrauch. Intelligente Fahrzeugsensorik befähigt das Auto im automatisierten Fahrbetrieb, schneller auf Verkehrssituationen reagieren zu können, nie abgelenkt zu sein und vorausschauender zu fahren, als der Mensch es naturgegeben könnte. Freuen wir uns also auf eine Zukunft, in der das Auto auf Wunsch zum Chauffeur wird.

Bedeutet automatisiertes Fahren auch automatisch mehr Spaß?

Autofahren steht neben Mobilität und Transport vor allem für Dynamik, Leidenschaft und Vergnügen, kurzum Fahrspaß. Und der bleibt dem Fahrer in jedem Fall erhalten. Denn er hat immer die Wahl, ob und wann er Fahrfunktionen an das Fahrzeug überträgt oder selbst die Kontrolle übernehmen möchte. Wer täglich dieselbe Strecke oder monotone Langstrecken fährt, wird sich freuen, wenn das Fahrzeug ihm diese Aufgabe abnimmt.

Automatisiertes Fahren bedeutet also Fahrspaß zu jeder Zeit – egal, ob man gerade eigenhändig über eine freie Autobahn fährt oder sich lieber fahren lässt, weil es Anderes zu tun gibt.

Alle sind im Internet – auch das Auto?

Schon heute sorgen Umfeldsensoren in Fahrzeugen für höhere Sicherheit im Straßenverkehr und vorausschauendes Fahren. Mit digitalem Weitblick können Fahrzeuge zukünftig gefährliche Verkehrssituationen frühzeitig melden – zum Beispiel würde ein Fahrer über ein Stauende in oder nach einer Kurve rechtzeitig informiert werden.

Dafür setzen wir auf die intelligente Vernetzung von Fahrzeugen mit ihrer Umwelt. Das Auto sendet dabei Informationen an das Internet und empfängt Informationen aus dem Internet. Es sammelt Daten über Verkehrssituationen, Streckentopografie, Wetter sowie andere Verkehrsteilnehmer und wertet diese aus. Die Daten werden wiederum anderen Fahrzeugen zur Verfügung gestellt, während das eigene Fahrzeug zeitgleich relevante Informationen für die Fahrsituation nutzt.

Das Auto als Teil des Internets: Für die zukünftige Mobilität erhält vorausschauendes Fahren somit eine völlig neue Bedeutung.

Wer testet automatisiertes Fahren, bevor es flächendeckend zum Einsatz kommt?

Mehr als 1.300 Spezialisten arbeiten bei Continental an Fahrerassistenzsystemen und den Grundlagen für automatisiertes Fahren. In rund 15 Jahren haben wir über 100 Fahrerassistenzprojekte für Automobilhersteller weltweit realisiert. Seit 2007 engagieren wir uns in Forschungsprojekten zum automatisierten Fahren.

US-Bundesstaat Nevada haben wir 2012 bereits erfolgreich umfangreiche Testfahrten absolviert: Wir waren 15.000 Meilen hochautomatisiert auf öffentlichen Straßen, ohne Unfall unterwegs. Erstmals kamen dabei seriennahe Technologien zur Umfelderfassung und Fahrzeugsteuerung zum Einsatz. So konnte die Fahrzeugelektronik Größe und Abstand von Hindernissen erkennen und elektronisch sowohl die Bremsen als auch die Lenkung ansprechen. Das Testfahrzeug war problemlos in der Lage, komplexe Szenarien zu erkennen und den Fahrer durch Automatisierung zu entlasten.

Seit November 2014 testen wir ebenfalls mit Erfolg auf japanischen Straßen: Das hier eingesetzte Testfahrzeug hat bereits mehr als 5.000 Kilometer zurückgelegt. Unser Know-how bündeln wir an internationalen Entwicklungszentren in Frankfurt (Deutschland), Auburn Hills (USA) und Yokohama (Japan).

Gemeinsam mit unseren Partnern aus der Automobilindustrie arbeiten wir am Aufbau und der Erprobung weiterer Versuchsfahrzeuge mit seriennaher Technologie. So steuern wir entschlossen in Richtung neue Mobilität, um die Zukunft für jeden erfahrbar zu machen.

Wie viele Schritte muss das Auto noch zurücklegen, bis es selbst fahren kann?

/ 2016
Teilautomatisierung ab 2016 – Entlastung für den Fahrer. 
Im ersten Schritt wird es technisch möglich sein, dass teilautomatisierte Systeme den Fahrer beim Fahren in Stop-and-go-Situationen auf der Autobahn bis 30 km/h unterstützen. Das Auto über-nimmt hierbei auch das Lenken. Der Fahrer wird körperlich und mental entlastet, muss das Fahrgeschehen aber weiterhin permanent überwachen.
/ 2020
Hochautomatisierung ab 2020 – alternative Zeitnutzung für den Fahrer.
Im nächsten Schritt, möglich ab 2020, kann der Fahrer auf der Autobahn bereits bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten die Fahrverantwortung abgeben. Er könnte sich beispielsweise bei zäh fließendem Verkehr einfach chauffieren lassen und sich einer anderen Beschäftigung zuwenden. Diese muss ihm allerdings erlauben, die Kontrolle jederzeit wieder übernehmen zu können.
/ 2025
Vollautomatisierung ab 2025 – Komfort für den Fahrer. 
Im dritten Schritt kann der Fahrbetrieb auf Teilstrecken vollautomatisch erfolgen. So wäre es möglich, dass das Fahrzeug auf der Autobahn bis 130 km/h automatisiert gesteuert wird. Der Fahrer muss das Fahrzeug im vollautomatisierten Betrieb auch nicht mehr zwingend übernehmen können, was seine Handlungsspielräume enorm vergrößert und ihm somit ermöglicht, Fahrzeit in Freizeit zu verwandeln.
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