Pressemeldung
16. Dezember 2016

Connected Energy Management von Continental für weniger Verbrauch und mehr Komfort

  • Continental stellt auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas erstmals einen 48 V-Mild Hybrid mit connected Energy Management (cEM) vor
  • Das innovative cEM assistiert dem Fahrer beim Kraftstoffsparen, was Verbrauch, CO2-Ausstoß und Kosten um bis zu 3 % oder 4 % senken kann
  • Segeln und Energierekuperation werden auf der Basis von dynamischen Verkehrsdaten (eHorizon) noch umfassender genutzt

Las Vegas/Regensburg, 16. Dezember 2016. Dynamische Daten über die aktuelle Verkehrssituation bilden die digitale Eingangsgröße für das connected Energy Management (cEM) von Continental. Weltweit erstmals präsentiert der internationale Automobilzulieferer in Las Vegas das innovative cEM Demonstrationsfahrzeug, das dem Fahrer hilft, noch einmal zusätzlich Kraftstoff einzusparen. Bei diesem Fahrzeug handelt es sich um einen Mild-Hybrid, der mit dem 48 Volt Eco Drive von Continental ausgerüstet ist. Im Vergleich zu dem Basismodell Golf VI mit 1,2 Liter TSI Motor und 12 V - Start-Stopp-Automatik, kann der Eco Drive Hybrid bis zu 21 % Kraftstoff einsparen. cEM kann ohne Eingriffe in die Fahrzeugarchitektur weitere 3 % bis 4 % Verbrauchsreduktion beitragen.

„Unser connected Energy Management weitet die Segel- und Rekuperationsphasen im Hybrid weiter aus, bei denen der Verbrennungsmotor abgestellt und vom Antriebsstrang abgekoppelt ist“, sagt Dr. Oliver Maiwald, Leiter Technology & Innovations der Continental Division Powertrain. „Aufbauend auf der Analyse von Cloud-Daten über die aktuelle Verkehrslage, signalisiert das cEM dem Fahrer, wann es sinnvoll ist, vom Gas zu gehen. Wenn man sich einer Ampel nähert, die kurz davor ist, auf Rot umzuspringen, kündigt das cEM dies an. Geht man nun vom Gas, aktiviert das Fahrzeug automatisch die effizienteste Kombination aus Segelbetrieb und Rekuperation.”

Dank Cloud-Daten aus dem dynamischen eHorizon des Fahrzeugs “kennt” das cEM den voraus liegenden Straßenabschnitt und den tatsächlichen Verkehrszustand. Diese Informationen dienen dazu, dem Fahrer Empfehlungen an die Hand zu geben. Der Ampelassistent des cEM (Traffic Light Assistant) beispielsweise weiß, wann die nächste Ampel – die für den Fahrer noch gar nicht sichtbar sein mag – rot wird.

Ein spürbares Signal am aktiven Gaspedal (Accelerator Force Feedback Pedal, AFFP) und ein visueller Hinweis im Kombinationsinstrument empfehlen daraufhin, langsamer zu fahren. Der Fahrer muss nur noch den Fuß vom Gaspedal nehmen und das cEM stellt sicher, dass das Fahrzeug mit einem Minimum an Radbremseinsatz an der Haltelinie zum Stehen kommt.

Der Verbrennungsmotor: Mal wird er benötigt – mal nicht

Hybridfahrzeuge bieten das Beste aus zwei Welten: Der Verbrennungsmotor gibt ihnen ihre optimale Reichweite. Die Elektrifizierung senkt den Verbrauch eines Hybrids drastisch. Den entscheidenden Beitrag dazu leisten die Motor-Aus-Phasen. Je nach Fahrstrecke und Streckentopographie kann es sein, dass der Verbrennungsmotor während eines stattlichen Anteils von 25 % der Fahrzeit gar nicht für den Fahrzeugvortrieb benötigt wird. Während der Motor abgeschaltet ist, kann die im Fahrzeug gespeicherte kinetische Energie entweder in Strom umgewandelt werden oder das Fahrzeug kann antriebslos „segeln“ – beide Strategien lassen sich auch in ausgewogener Form miteinander kombinieren.

Connected Energy Management mit dynamischen Cloud-Daten kann das volle Potenzial beider hybrider Betriebsstrategien ausschöpfen. Zum Beispiel „sagt“ das cEM dem Fahrer, wann es am effizientesten ist, vom Gas zu gehen, damit das Fahrzeug in der Annäherungsphase an eine rote Ampel Segeln und Rekuperation ausnutzen kann. Dazu verbindet das cEM dynamische Cloud-Daten und Kartendaten mit dem Fernbereichsradar als Teil der Bordsensorik: “Meist ist es ja so, dass vor einer roten Ampel bereits einige Fahrzeuge stehen, wenn man darauf zufährt”, erläutert Maiwald, “wenn das Radar diese Autos erfasst, weiß das cEM, dass der Anhaltepunkt näher liegt, als die Haltelinie an der Ampel. Um trotzdem möglichst viel Energie zurückzugewinnen und dabei das Maximum an Kraftstoff einzusparen, leitet die intelligente Funktion Traffic Light Assistant den Segel- und Rekuperationsbetrieb etwas früher ein.“

Ohne “Need for Speed…”

Eine weitere cEM Funktion trägt den Namen Intelligent Deceleration Assistant (Intelligenter Verzögerungsassistent). Er unterstützt den Fahrer in einer Vielzahl von Fahrsituationen, bei denen es darauf ankommt, die aktuelle Geschwindigkeit des Fahrzeugs zu reduzieren. “Nähern Sie sich einem Tempolimit, signalisiert Ihnen das cEM frühzeitig, vom Gas zu gehen. Ihr Fahrzeug regelt seine Geschwindigkeit dann automatisch auf das kommende Limit ein. Auch dabei vermeiden wir nach Möglichkeit den Einsatz der Radbremsen, weil sie Energie verschwenden”, sagt Maiwald. “Natürlich kann der Fahrer die cEM-Empfehlungen jederzeit ignorieren. In diesem Fall werden die Motor-Aus-Strategien einfach nicht aktiviert”, fügt er hinzu.

Geht der Fahrer auf die Empfehlungen des cEM ein, kann die Fahrt so vorausschauend und souverän verlaufen, wie bei einem oft von professionellen Chauffeuren genutzten Fahrstil, ohne vermeidbare Lastwechsel – jedoch bei gleichzeitig geringerem Kraftstoffverbrauch.

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